„Katastrophe“ am Morgen

Wesendorf: Anlieger fühlen sich von Schulverkehr gestört

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Obwohl der Lerchenweg zu den Stoßzeiten gesperrt ist, ist die Verkehrssituation dort und in den umliegenden Straßen sehr angespannt.

Wesendorf – Busse, Fahrräder, Fußgänger und Autos, jede Menge Autos: Der morgendliche Verkehr um den Lerchenberg in Wesendorf ist enorm, wie nun einige Anlieger verlauten ließen.

Gerade zu den Stoßzeiten, wenn Eltern ihre Kinder zur Grundschule oder zur DRK-Kita bringen, sei es besonders schlimm.

„Eine Katastrophe“, erklärte Jürgen Hildebrandt (SPD) bei der jüngsten Sitzung des Samtgemeinderates. Er als Anlieger des Bültenmoors bekomme den Verkehr jeden Tag genau mit. „Die Eltern parken, wo es gerade nur geht.“ Häufiger komme es vor, dass Busse nur schwerlich zur Haltestelle gelangen, weil die Straßen mit Pkw gesäumt seien.

Zuständig ist die Gemeinde Wesendorf. Bürgermeister Holger Schulz (SPD) betonte im IK-Gespräch, dass es sich um ein bekanntes und schwieriges Problem handele. „Da gibt es definitiv Gesprächsbedarf.“ Der Pkw- und Busverkehr sei enorm. „Aber es handelt sich um eine öffentliche Straße. Einfach schließen können wir sie nicht“, so Schulz. „Und das wollen wir ja auch gar nicht.“ Der Abschnitt vor der Schule und der DRK-Kita sei bereits zu den Stoßzeiten gesperrt. „Aber das ist natürlich eine Frage der Kontrolle – wo nicht kontrolliert wird, werden Verbote auch häufiger ignoriert“, sagte der Bürgermeister. Zumal dieses Verbot den Anliegern der umliegenden Straßen, etwa dem Bültenmoor, nicht weiterhelfe. „Dort fahren die Eltern ja trotzdem.“

Es müsse diskutiert werden, auf welche Weise man die Situation am effektivsten entschärfen könne. „Verkehrsberuhigende Maßnahmen beispielsweise verlangsamen den Verkehr ja nur, sie verlagern ihn aber nicht woanders hin“, sagte Schulz. „In diesem Fall könnten sie sogar für zusätzliche Belästigung der Anlieger sorgen, wenn die Autos langsamer durch die Straßen rollen.“

Eine ähnliche Situation stelle sich im Fuhrenmoor dar, wenn die Eltern morgens ihre Kinder zur DRK-Kita bringen. „Dort hält es sich aber noch in Grenzen“, führte der Bürgermeister aus. Nun müsse die Politik sich des Themas annehmen und nach Lösungen suchen.

VON DENNIS KLÜTING

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