Wesendorf: Gemeindebrandmeister ruft zu mehr Sorgsamkeit auf / Vier Brände im vergangenen halben Jahr

Zu wenig Rauchmelder in Wohnungen

Der Rauchmelder kann nicht nur das eigene Leben retten, sondern auch Hab und Gut. In Niedersachsen gilt seit März 2012 eine Rauchmelderpflicht. Foto: dpa

Wesendorf. „Rauchmelder schützen nicht nur das eigene Leben, sondern auch Hab und Gut“, sagt Gemeindebrandmeister der Samtgemeinde Wesendorf Torsten Winter und ruft im IK-Gespräch zu mehr Sorgsamkeit auf.

Im vergangenen halben Jahr habe es in der Samtgemeinde fünf scharfe Gebäudebrände gegeben, sogar mit Todesfall. „Überall haben die Rauchmelder gefehlt“, informiert Winter. Oftmals lösen technische Defekte Brände aus, die ohne vorsorgende Maßnahme wie einem Rauchmelder schnell zur Katastrophe führen können. Vor allem Nachts werden Brände zu einer tödlichen Gefahr. „Tödlich ist dabei in der Regel nicht das Feuer, sondern der Rauch“, meint der Gemeindebrandmeister. Bereits drei Atemzüge hochgiftigen Brandrauches könnten tödlich sein, denn Opfer werden im Schlaf bewusstlos und ersticken.

Deswegen sei die Vorsorge, laut Winter, so wichtig: „Rauchmelder haben eine geringe Schwelle, einen Brand zu erkennen.“

Wichtig sei aber auch, den richtigen Standort für die Anbringung des Rauchmelders zu finden. Hier sollen Privatpersonen den Empfehlungen von Fachleuten folgen, damit der Melder Rauch umfassend wahrnehmen und so früh wie möglich erkennen kann. „Es macht natürlich keinen Sinn, den Feuermelder in einer Ecke über dem Fernseher aufzuhängen“, sagt Winter. Denn dort würde Rauch eventuell zu spät erkannt werden.

„Der Rauchmelder ist der beste Lebensretter in der Wohnung“, erklärt er. Leider, so Winter, bringen viel zu wenige Menschen Rauchmelder in ihrer Wohnung an. Dabei sei der kleine Lebensretter gar nicht so teuer. Winter: „Jene, die man im Fachhandel kaufen kann, sind gar nicht teuer aber erfüllen ihren Zweck.“

Von Maike Scholz

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