Kurzfristige Lösung nötig / Wird Straße langfristig eingezogen?

Weißes Moor: Risse in der G 10

In der G 10 bei Weißes Moor haben sich Risse aufgetan.
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In der G 10 bei Weißes Moor haben sich Risse aufgetan.
  • Dennis Klüting
    VonDennis Klüting
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Weißes Moor – Die G 10: Für viele ist die Straße zwischen Wahrenholz und Transvaal ein fester Bestandteil des täglichen Arbeitswegs, ist sie doch eine wichtige Verkehrsader in Richtung Wolfsburg. Dies könnte sich jedoch in Zukunft ändern.

Denn die G 10 ist sanierungsbedürftig, wie Samtgemeindebürgermeister René Weber bei der jüngsten Sitzung des Samtgemeindebauausschusses berichtete. Bauamtsleiter Ingold Blume hatte sich vor Ort von den Schäden überzeugt. „Es besteht dringender Handlungsbedarf“, erklärte Blume. „Mitten auf der Fahrbahn hat sich ein rund 50 Meter langer Riss mit einer Versatztiefe von gut 30 Zentimetern gebildet.“ Nur 200 Meter entfernt habe sich eine Querrille aufgetan. „Wer da einfach so reinfährt, setzt sicherlich vorne auf“, so der Bauamtsleiter. „Beides ist eine starke Gefährdung.“

Nun müsse kurzfristig nach einer Lösung gesucht werden, wie Weber sagte. Dazu wurde ein Ingenieurbüro beauftragt, das einen entsprechenden Entwurf anfertigt. Zuvor seien bei einer Sanierung bereits sogenannte Geo-Gitter zum Einsatz gekommen, mit deren Hilfe die Straße quasi auf dem Moor schwimmt. „Wir haben hier Schäden auf rund rund 200 Quadratmetern, die würden uns voraussichtlich jeweils mit 200.000 Euro zu stehen kommen“, so Weber. „Wir müssen erst mal den Entwurf abwarten. Die Hoffnung bleibt, dass es billiger wird.“

Das Problem mit Straßenschäden an der G 10 ist nicht neu: Aufgrund des moorigen Untergrunds treten immer wieder Risse auf der stark frequentierten Straße auf. Die Samtgemeinde Wesendorf hatte in der Vergangenheit Bemühungen unternommen, finanzielle Unterstützung für Sanierungen vom Landkreis Gifhorn zu bekommen – und auch die Straße direkt als Kreisstraße an den Landkreis abzugeben. Als Kreisstraße wäre die G 10 jedoch zu schmal, sie müsste  vollständig ausgebaut werden – inklusive der Brücke über den Elbe-Seitenkanal. Ein Millionenprojekt also, für das auch der Landkreis nicht die finanziellen Mittel zur Verfügung hat.

„Und dafür habe ich auch vollstes Verständnis“, erklärte Weber. „Der Landkreis hat zu verstehen gegeben, dass er die Straße einziehen muss, wenn sie an ihn übergeben werden sollte.“ Dies würde bedeuten, dass die Straße lediglich noch den Anliegern offenstünde und für alle anderen Verkehrsteilnehmer gesperrt würde.

Jürgen Schulze (CDU) und Rolf Malzahn (SPD) erklärten im Zuge der Diskussion, sich mit einem Einzug der Straße anfreunden zu können – auch, wenn das für viele Bürger einen verlängerten Arbeitsweg bedeute. „Dabei müssen wir aber auch Wahrenholz mit ins Boot kriegen, denn das ist die Verbindung zum Ortsteil Weißes Moor.“ Weber bedankte sich für diese „mutigen Rückmeldungen“. Das Thema soll erneut im Bauausschuss diskutiert werden, wenn konkrete Zahlen vorliegen.

VON DENNIS KLÜTING

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