Wahrenholzer Gemeinderat beschließt einheitliche Widmung

Weißenberge, nicht Weißen Berge

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So werden künftig alle vier Ortsschilder aussehen.

Weißenberge/Wahrenholz – Weißenberge oder Weißen Berge? Die Schreibweise des Wahrenholzer Ortsteils hatte in der Vergangenheit schon einige Male für Verwirrungen gesorgt.

Damit soll jetzt Schluss sein: Weißenberge feiert in diesem Jahr sein 400-jähriges Bestehen, die Gemeinde will einen Gedenkstein prägen lassen. Und auf dem soll der vereinheitlichte Ortsname zu lesen sein. Daher beschloss der Wahrenholzer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Schreibweise Weißenberge.

Bürgermeister Herbert Pieper fürhrte aus, dass die andere Schreibweise lediglich in Dokumenten des Einwohnermeldeamts auftauche – aber nirgendwo sonst. Stefan Luttmer vom Heimatverein Wahrenholz hatte bereits vor gut einem Jahr auf IK-Anfrage zu diesem Thema recherchiert – mit einem ziemlich eindeutigen Ergebnis: „Gängig ist der zusammengeschriebene Ortsname“, sagte er damals.

Zwei der alten Schilder werden ersetzt. 

„Die getrennte Schreibweise taucht nur sehr vereinzelt auf.“ In den historischen Quellen habe es durchaus unterschiedliche Schreibweisen gegeben: mal mit „ss“, mal wurde das letzte „e“ weggelassen – aber fast immer wurde der Ortsname zusammengeschrieben. „Aber wie es zu der getrennten Schreibweise gekommen ist, kann ich nicht nachvollziehen“, sagte Luttmer, der zusammen mit weiteren Autoren jüngst das Wahrenholz Lexikon veröffentlicht hat. Der Name Weißenberge kommt laut Luttmer von einer dortigen Erhöhung von gut 71 Metern, die durch weißen Sandstein geprägt war. Es gebe keinen Zusammenhang zu Weißes Moor, das seinen Namen durch das weiß blühende Wollgras erhielt.

Ein Beispiel für die unterschiedlichen Schreibweisen sind jedoch die Ortsschilder: Auf denen an der K 4 ist „Weißenberge“ zu lesen, auf den anderen beiden stand bislang „Weißen Berge“.

Kathrin Hilleberg vom Festkommitee Weißenberge freut sich über die Vereinheitlichung. „Das ist auf jeden Fall super, denn darüber wurde sich schon seit Langem mokiert.“ Weißes Moor werde eben auseinandergeschrieben, Weißenberge zusammen. „Und das ist schon seit 1619 so“, ist Hilleberg überzeugt.

Der Gedenkstein zum 400-jährigen Dorfjubiläum ist übrigens schon fertig, wie die Weißenbergerin berichtet. „Natürlich mit der richtigen Schreibweise!“

Für das Jubiläumsjahr hat sich das Festkommitee auch schon einiges einfallen lassen: So sollen am 22. Juni ein großer Dorfflohmarkt und am 14. und 15. September ein Spielplatz-Sommerfest stattfinden.

VON DENNIS KLÜTING

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