Wesendorfer Samtgemeinderat diskutiert aufgebracht

Weihnachtsmarkt erhitzt Gemüter

Die Samtgemeinde richtet den Weihnachtsmarkt am Rathaus in diesem Jahr alleine aus.

Wesendorf. Das Thema Weihnachtsmarkt sorgte bei der Sitzung des Wesendorfer Samtgemeinderates für Emotionen. Auf der Tagesordnung stand eine außerplanmäßige Ausgabe.

Da sich die Gemeinde Wesendorf von der gemeinsamen Veranstaltung am Rathaus zurückgezogen hat (das IK berichtete), stellt die Samtgemeinde zusätzliche Mittel von 5500 Euro bereit.

Zwischenzeitlich waren 11.400 Euro vorgesehen: Die Samtgemeinde hatte damit gerechnet, neue Hütten für den Weihnachtsmarkt anschaffen zu müssen – die Gemeinde hatte ihre erst nicht verleihen wollen, die entsprechende Absage aber wieder revidiert. Die Kosten für die Hütten entfallen somit für dieses Jahr. Die außerplanmäßge Ausgabe dient zur Deckung der laufenden Ausgaben für Programm, Dekoration oder auch Danksagungen (etwa 2500 Euro) sowie für die Auf- und Abbauarbeiten durch eine Firma, die dies gemeinsam mit der Hausmeisterei der Samtgemeinde übernimmt (3000 Euro).

Wesendorfs Bürgermeister Holger Schulz (SPD) rekapitulierte die verschiedenen Gespräche aus seiner Sicht. Er betonte, dass „eine Zerreißprobe für die Vereine“ mit zwei Veranstaltungen „gar nicht gehe“. Herbert Pieper (CDU), wollte die Diskussion weg vom Verfahren und „mehr zur Sache“ lenken. Er sprach sich im Namen der CDU für die Beibehaltung der Veranstaltung am Rathaus aus. Siegfried Weiß (SPD) erklärte sein Bedauern über die aktuelle Situation. „Ich hätte es gut gefunden, wenn man da eine gemeinsame Lösung gefunden hätte.“ Die Art des Ablaufs zeige jedoch, dass ein Miteinander kaum möglich sei. Melanie Schulze (CDU) betonte, dass ihr der Weihnachtsmarkt am Rathaus gefalle und an anderen Orten künstliche Enge erzeugt werden müsse, um eine ähnliche Atmosphäre zu bekommen.

Harsche Kritik äußerte Rolf Malzahn (SPD): Ihm sei egal, ob der Weihnachtsmarkt am Rathaus oder am Schützenhaus stattfinde. Er bezeichnete den Vorgang als „weitere Posse im Kaspertheater der Verwaltungsspitzen von Samtgemeinde und Gemeinde“ und forderte „beide Seiten“ vehement auf, „ihren Zwist beizulegen“. Samtgemeindebürgermeister René Weber (CDU) wies Malzahns Vorwürfe scharf zurück.

Der außerplanmäßigen Ausgabe wurde bei drei Gegenstimmen und fünf Enthaltungen mehrheitlich zugestimmt.

Von Dennis Klüting

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