Durch günstige Entwicklung in den Vorjahren müssen Bürger ab 2017 deutlich weniger zahlen

Wasser marsch: Neues Pumpwerk in Groß Oesingen

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Der Wesendorfer Samtgemeindebürgermeister René Weber (v.l.), Jürgen Schulze, Bürgermeister der Gemeinde Groß Oesingen, und Heinrich Wrede, Vorsteher des Wasserverbandes Gifhorn, öffneten gestern den Schieber.

bb Groß Oesingen. Die Abwässer der Gemeinde Groß Oesingen werden seit gestern zur zentralen Kläranlage der Samtgemeinde nach Wesendorf gepumpt.

Samtgemeindebürgermeister René Weber, Gemeindebürgermeister Jürgen Schulze und Vorsteher Heinrich Wrede vom Wasserverband Gifhorn öffneten unter den Augen von dessen Geschäftsführer Andreas Schmidt den Schieber. Die Abwässer gelangen jetzt zum Pumpwerk und dann über die Druckleitung nach Wesendorf.

Im Jahr 2015 hatte der Landkreis im Rahmen seines Kreisentwicklungskonzeptes mit dem Wasserverband einen Zeitplan vereinbart, nachdem die Klärteiche an die jeweiligen zentralen Kläranlagen angeschlossen werden sollen.

In Groß Oesingen war der Neubau einer circa zwölf Kilometer langen Abwasserdruckleitung mit einem Durchmesser von 30 Zentimetern erforderlich. Hinzu kam ein Abschlagbauwerk vor den alten Klärteichen und ein Hauptpumpwerk in einer Tiefe von 4,5 Metern sowie eine Stromversorgung über ein 750 Meter langes Kabel von der Trafostation.

Jetzt wird das Abwasser von rund 1700 Einwohnern und den Kleingewerbebetrieben vollbiologisch auf der Kläranlage gereinigt. Die Teiche bleiben erhalten und dienen bei starkem Regen noch als Speicher, ehe das Wasser in den Bach Wiehe gelangt. Die Verbesserung der Reinigungsleistung honoriert das Land Niedersachsen mit dem Verzicht auf die Abwasserabgabe für drei Jahre. Das erspart 80 000 Euro. Die Bauzeit betrug etwa fünf Monate, die Kosten blieben, wie geplant, bei 1,75 Millionen Euro. „Trotz der Kosten werden wir der Verbandsversammlung eine Senkung des Preises von 98 auf 85 Cent je Kubikmeter für die Samtgemeinde Wesendorf vorschlagen“, berichtet Wrede. „Die günstige Entwicklung der Vorjahre macht diesen erfreulichen Schritt ab 2017 möglich“, freut sich Weber.

Gemäß der Absprachen mit dem Landkreis ist der Anschluss von Zahrenholz, Ummern und Pollhöfen an die jetzt fertiggestellte Druckleitung vorgesehen. Die entsprechenden Abschlüsse sind bereits vorgesehen. Ein Drei-Jahres-Rhythmus sichert die maximale Unterstützung des Landes.

Spätestens mit dem Anschluss von Ummern werden umfangreiche Erweiterungen an der Kläranlage Wesendorf nötig. Bereits 2017 werden dort 200 000 Euro investiert.

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