Mühlenfreunde suchen Helfer für Bergung von Sandsäcken

Wahrenholzer Wassermühle hat neues Mühlrad bekommen

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Wilhelm Warneboldt (l.) und Werner Potratz freuen sich über das neue Mühlrad.

Wahrenholz – Die Wahrenholzer Wassermühle hat nun ihr neues Mühlrad bekommen. In insgesamt rund 300 Arbeitsstunden haben die beauftragten Firmen das Zuppinger Rad samt Spritzschutz an der historischen Wassermühle installiert.

„Das hat alles wirklich super geklappt“, sind sich Wilhelm Warneboldt, Vorsitzender der Wahrenholzer Mühlenfreunde, und Geschäftsführer Werner Potratz einig. „Alles genau im Zeitrahmen.“ In der vergangenen Woche wurden die 36 Schaufeln des Wasserrades montiert – jede jeweils mit sechs Lärchenbrettern. „Insgesamt sind rund 1.000 Edelstahlschrauben im Wasserrad verbaut“, weiß Potratz. Drei Tage lang hat die Montage gedauert.

Die Sandsäcke sollen entfernt werden.

Nun müssen noch die Sandsäcke, mit denen der Kanal abgedichtet worden war, wieder entfernt werden. Dies soll am kommenden Sonntag, 7. Juli, ab 9 Uhr vonstattengehen. Die Mühlenfreunde hoffen dabei auf tatkräftige Unterstützung aus der Bevölkerung, und auch das Technische Hilfswerk hat sich wieder angekündigt. „Ziel ist es, die Sandsäcke bis mittags zu bergen“, sagt Potratz. Denn anschließend wollen die Mühlenfreunde ihre Helfer mit einem Mittagessen vom Grill verköstigen. Wer mithelfen möchte, kann sich bei Werner Potratz unter (0 58 35) 82 20 melden.

Komplett abgeschlossen ist die Maßnahme aber auch dann noch nicht. „Drei von vier Aufträgen wurden dann abgearbeitet“, erklärt der Geschäftsführer. „Was noch fehlt, ist die Erneuerung des Wartungsstegs.“ Der Auftrag sei erteilt, aber die Zeit dränge. „Bis Monatsende muss das nämlich abgerechnet sein“, führt Potratz aus. „Aber der Metallbauer hat versichert, dass das zu stemmen sei, wir sind daher zuversichtlich.“ Der neue Steg soll 70 Zentimeter länger ausfallen als der jetzige und mit einem Glasfenster ausgestattet sein, damit Besucher einen besseren Blick auf Schott und Wasserrad haben. „Das wird ein Schmuckstück“, ist sich Potratz sicher.

Auch finanziell ist er zuversichtlich: Zwar sei der Spritzschutz etwas teurer ausgefallen, außerdem seien unerwartete Kosten für einen Kran angefallen (das IK berichtete), aber „das sollten wir hinkriegen“.

Einen ersten Probelauf hat das neue Mühlrad bereits erfolgreich absolviert. Dauerbetrieb ist laut den beiden Mühlenfreunden aber sowieso generell erst möglich, wenn die Sandsäcke wieder entfernt wurden. „Außerdem ist der Wasserspiegel momentan sehr niedrig“, führt Warneboldt aus. Man müsse daher sehen, wie sich das Rad unter diesen Bedingungen schlägt. „Mit dem alten Wasserrad wäre der Betrieb bei diesem Stand auf gar keinen Fall möglich gewesen.“

VON DENNIS KLÜTING

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