Mit Eigenleistung zum neuen Schützensaal

Wahrenholzer Schützengesellschaft packt bei Umbauarbeiten kräftig mit an

Der Rohbau für die Anbauten steht, nun verklinkern die Schützen fleißig in Eigenleistung weiter.
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Der Rohbau für die Anbauten steht, nun verklinkern die Schützen fleißig in Eigenleistung weiter.

Wahrenholz – Schaffe, schaffe, Anbau baue’: Die Wahrenholzer Schützengesellschaft packt bei der Sanierung des Schützensaals kräftig mit an. Fleißig mauern kleine Gruppen an den Anbauten an der Kopfseite.

Rolf-Dieter Schulze, Vorsitzender der Schützengesellschaft, freut sich über das große Engagement aus den Reihen der Mitglieder.

„Wir sprechen uns kurzfristig über WhatsApp ab und schreiben, was getan werden muss.“ Die Koordination übernimmt dabei sein Stellvertreter Dirk Borchers, sodass es immer zwei kleine Gruppen mit zehn Leuten gibt, die mitanpacken. „Das Tolle in einem so großen Verein ist, dass man für alles Spezialisten dabei hat“, sagt Schulze anerkennend. „Das hilft einfach ungemein.“ Medienreferent Christian Frey ergänzt: „Dabei ist die Stimmung die ganze Zeit über super. Alle wissen, wofür sie es machen und bringen sich daher gerne ein.“ Diese Arbeit sei ein tolles Beispiel für den Gemeinschaftsgeist in der Schützengesellschaft, so Frey.

Freuten sich jüngst über die Grundsteinlegung: Schützen-Chef Rolf-Dieter Schulze (l.) und Bauleiter Karl Meyer.

Der Rohbau für die beiden Anbauten an der Kopfseite des Schützensaals ist fertig, in Kürze sollen zwei Runddächer angebracht werden. Zeitlich liegen die Schützen ganz im angepeilten Rahmen. „Ende Oktober muss alles abgerechnet sein“, sagt Schulze. „Ende September wollen wir aber mit den Arbeiten fertig sein. Das schaffen wir auch.“

Im Inneren des Schützensaals fällt direkt die neue Deckenverkleidung ins Auge: Statt der dunklen Deckenplatten sind zwischen den Balken graue Bretter befestigt. „Dadurch wirkt der Saal heller und wir haben obendrein einen schönen Kontrast zu den Balken“, sagt Schulze. „Anfangs war ich noch etwas skeptisch, ob die Bretter nicht zu grau sind, aber mittlerweile bin ich hellauf begeistert.“ Und nun verfüge die Decke auch über eine ordentliche Dämmung.

Ein wichtiger Teil der Sanierung ist auch der Umbau der Küche. „Gerade am Schützenfestdonnerstag, dem ersten Tag des Schützenfests, haben wir 700 bis 800 Personen hier, die alle gleichzeitig etwas zu essen haben möchten“, sagt Schulze. „Das ist eine wahnsinnige Herausforderung.“ Schulze spricht aus Erfahrung, schließlich war er 2018 Schützenkönig und damit 2019 Festwirt beim Schützenfest. „Die Küche war immer zu klein, als dass man ein solches Pensum dort hätte bewältigen können“, sagt Schulze. „Es musste immer eine externe Lösung gefunden werden, oft wurden auch Küchen im Garten des Königs aufgebaut.“

Eines der Kernprojekte: die Vergrößerung der Küche des Schützensaals.

Ein großer Aufwand, dazu komme noch die ganze Logistik, denn die Mahlzeiten sollen ja auch auf den Tellern im Schützensaal landen. Diese Umstände sollen der Vergangenheit angehören, denn die Küche wurde im Zuge des Umbaus deutlich vergrößert. „Wir haben vier gelernte Köche im Verein, die zusammen mit den Kochfrauen die Küche mitgestaltet haben“, sagt der Schützenchef. „Daher bin ich sicher, dass wir hier eine optimale Nutzung hinbekommen werden.“ Für die Vergrößerung der Küche wird das bisherige Magazin, die „Schaltzentrale des Schützenfestes“, wie Schulze den Raum bezeichnet, verkleinert. Durch die Anbauten entstehe aber zusätzlicher Raum.

Im Obergeschoss arbeiten die Jungschützen und die Wahrenholzer Mädels an der Neugestaltung der Sektbar – dass sich die Jugend dieses Projektes angenommen hat, freut Schulze sehr. „Auch das schafft ein tolles Gemeinschaftsgefühl.“ Ebenfalls großartig laufe die Zusammenarbeit mit der Gemeinde. „Das ist einfach nur klasse, herrlich unkompliziert“, lobt Schulze. „Wir fragen, ob wir ein Gerät benutzen können, und schon steht es für uns bereit.“ Die Kommunikation klappe hervorragend. VON DENNIS KLÜTING

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