Auszug aus der „Buschen Schmiede“

Wahrenholzer Schlepperfreunde verlassen langjähriges Domizil

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Die Schlepperfreunde mussten nun ihr Domizil, die ehemalige Schmiede von Albert Busch, verlassen. 

Wahrenholz – Kürzlich auf der Generalversammlung der Schlepperfreunde Wahrenholz und Umgebung wurde er, neben Vorhaben des laufenden Jahres, fast beiläufig bekannt gegeben: Der endgültige Auszug aus der ehemaligen Schmiede von Albert Busch.

Wie seit langem bekannt, soll laut Beschluss des Gemeinderats, das Gebäude im Rahmen der Planung für eine neue Dorfmitte, künftig einer anderen Verwendung zugeführt werden. Die Umbauarbeiten sollen demnächst beginnen.

Nun mussten dazu die in der Schmiede eingelagerten vereinseigenen Maschinen und das umfangreiche Material der Schlepperfreunde gesichtet, sortiert, verladen und abtransportiert werden. Der Verein hatte seinerzeit auch einige Stücke des ehemaligen Landwirtschaftsmuseums Fritz Twele, bei dessen Auflösung in seinen Bestand übernommen. Leihgaben aus diesem Fundus konnten von den Besitzern wieder abgeholt werden.

Einige helfende Hände des Vereins sorgten für einen reibungslosen Abtransport. Die Dreschmaschine, Marke Ködel & Böhm, wurde mittels Winde auf einen Tieflader verfrachtet, den Vereinsmitglied Friedrich-Wilhelm Meyer aus Teichgut unentgeltlich zur Verfügung gestellt hatte. Der Mähbinder und ein alter Ackerwagen wurden fahrbar gemacht. An Zugmaschinen herrscht natürlich bei den Schlepperfreunden kein Mangel, und so war unter Zuhilfenahme weiterer Anhänger um die Mittagszeit alles verladen und transportbereit.

Die eisernen Schilder des Vereins wurden vom Tor abmontiert, das hölzerne Schild vom Landwirtschaftsmuseum Twele wird von Vereinsmitglied Thorsten Angermann restauriert, hatte es doch sein Vater seinerzeit noch angefertigt.

Zu guter Letzt wurden einige Anwesende doch etwas wehmütig, als in der Schmiede ausgerechnet ein Güldner den schweren Amboss in seine Frontladerschaufel nahm. Worte wie „wenn das Albert noch sehen könnte…“ machten die Runde. Bekanntlich hatte der ehemalige Hausherr, Schmiedemeister Albert Busch, bis zum Ende der Schlepperproduktion im Werk Güldner Aschaffenburg 1969, eine Güldner-Vertretung.

Dieser Schlepper, ein Güldner G 40 A, Baujahr 1966 vom Vereinsschriftführer Ralf Meinecke, der da nun, wie zum Gruß mit gesenktem Frontlader aus der Halle rollte, war der letzte in der jahrzehntelangen Existenz von „Buschen Schmiede“. Ein langer Zeitabschnitt in der Geschichte von Wahrenholz ist damit beendet.

Wie Bürgermeister Herbert Pieper jüngst bei der Jahreshauptversammlung der Mühlenfreunde verkündete, sei den Schlepperfreunden der alte Kornspeicher der Wassermühle als neues Domizil angeboten worden. Diesen müssten die Schlepperfreunde allerdings erst wieder herrichten.

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