Bis zu 1.000 Sandsäcke für trockenen Kanal

Wahrenholzer Mühlenfreunde treffen Vorbereitungen für neues Mühlrad

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Der Mühlkanal muss für die Erneuerung des Wasserrades trockengelegt werden. 

Wahrenholz – Für das neue Mühlrad legen sich die Wahrenholzer Mühlenfreunde mächtig ins Zeug. Schon am Samstag, 23. März, soll der Mühlkanal trockengelegt werden.

Bis dahin haben die Vereinsmitglieder aber noch gut zu tun: 800 bis 1.000 Sandsäcke werden für die Aktion benötigt.

„1995 haben wir 28.000 Mark für das Wasserrad bezahlt“, erinnerte sich Geschäftsführer Werner Potratz bei der Jahreshauptversammlung der Mühlenfreunde am Mittwochabend (Bericht folgt). Nun belaufen sich die Kosten auf 172.500 Euro. Diese beinhalten 40.000 Euro Eigenanteil der Mühlenfreunde, 125.000 Euro Leader-Fördermittel (davon 100.000 Euro von der EU, 25.000 Euro über den Landkreis von den Kommunen) sowie 7.500 Euro der Sparkassenstiftung.

Zusätzlich zum finanziellen Eigenanteil wollen die Mühlenfreunde auch kräftig mit anpacken und den Mühlkanal trockenlegen. Dabei haben sie sich schon Unterstützung durch die Technischen Hilfswerke (THW) zugesichert: Vom THW Gifhorn kommen 12 bis 14 Helfer, vom THW Wolfsburg nochmal vier bis sechs. Dennoch sind die Mühlenfreunde für jedes weitere Paar helfender Hände dankbar, da es sich um eine ausgesprochen umfangreiche Aktion handelt. Schließlich müssen 800 bis 1.000 befüllt werden, mit denen der Kanal dann trockengelegt werden soll.

Das Wasser soll bis Anfang Juli die Ise hinunterfließen, bevor mit Abschluss der Arbeiten am Mühlrad der Rückbau erfolgt und der Kanal wieder freigegeben wird. Die Vorbereitung mit dem Befüllen der Sandsäcke erfolgt am morgigen Samstag, die Trockenlegung des Kanals eine Woche später. Wer an einem der beiden Tage mit anpacken oder die Helfer mit Verpflegung unterstützen möchte, kann sich an Werner Potratz unter (0 58 35) 62 20 wenden.

Das Zeitfenster für das große Projekt ist knapp bemessen: Bis zum 31. Juli müssen die Arbeiten abgeschlossen und abgerechnet sein, da noch Fördergelder aus dem vergangenen Jahr fließen. Potratz bedauerte, dass das Mühlrad beim Mühlenfest am Pfingstmontag definitiv nicht fertiggestellt sein werde. Dennoch sei er zuversichtlich, dass die Arbeiten im vorgegebenen Zeitfenster abgeschlossen werden können. „Zum Weinfest im August werden wir ein neues Wasserrad haben“, freute sich Potratz.

VON DENNIS KLÜTING

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