Rat beschließt barrierefreien Ausbau

Wahrenholzer Haltestelle muss wandern

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Wegen der Parkplätze kann die Bushaltestelle am Friedhof nicht barrierefrei ausgebaut werden. Sie wird nach Süden auf Höhe des Försterwegs verlegt.

Wahrenholz – Der barrierefreie Ausbau von Bushaltestellen bedeutet für Wahrenholz eine Neukonzipierung. Denn die Haltestelle in der Dorfmitte am Friedhof lässt sich nicht einfach umbauen, wie Harald Schwieger vom Planungsbüro Schulze und Partner bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats erklärte.

„Wegen der Parkplätze kann die Bushaltestelle an ihrem bisherigen Standort nicht barrierefrei ausgebaut werden“, führte Schwieger aus.

Daher soll die Haltestelle weiter nach Süden, auf Höhe des Försterwegs, verlegt werden. „Auf der Westseite müssten die Bordanlagen aufgenommen und Kasseler Borde eingesetzt werden“, sagte Schwieger. Die Haltestelle müsse nach Vorgaben der Verkehrsgesellschaft Landkreis Gifhorn (VLG) 18 Meter lang sein, damit ein Gelenkbus dort halten könne. Es müsse eine neue Wartefläche geschaffen und ein neues Wartehäuschen aufgestellt werden. Dieses könne vier Meter lang und 90 Zentimeter breit werden. Außerdem sollen drei Anlehnbügel für Fahrräder aufgestellt werden. „Die Haltestellen bekommen ein taktiles Leitsystem für Sehbehinderte“, sagte Schwieger.

Die Gestaltung der Haltestelle auf der Ostseite gestaltete sich aufgrund räumlicher Enge ein wenig schwieriger. „Das Wartehäuschen kann dort nur 60 Zentimeter breit ausfallen“, so der Planer. Haltebuchten seien nicht vorgesehen, die Busse sollen auf der Straße halten.

Dies betrachtete Olaf Balke mit Skepsis: „Das ist ein Knotenpunkt. Wir haben den Verkehr vom Edeka-Parkplatz, dazu bald auch noch die neue Dorfmitte. Wenn dann ein Bus auf der Straße hält, gibt das doch ein mittleres Verkehrschaos.“ Schwieger betonte, dass fast nirgendwo noch Genehmigungen für Haltebuchten erteilt würden. „Eine Entschleunigung durch die Busse ist gewünscht“, sagte der Planer. „Außerdem ist die Wartezeit kurz.“

Die Kosten für den Ausbau der Haltestelle werden von der Landesnahverkehrsgesellschaft mit 75 Prozent bezuschusst, der Regionalverband Großraum Braunschweig steuert auch noch 12,5 Prozent bei. Der Eigenanteil der Gemeinde beträgt 21 434 Euro. Der Wahrenholzer Gemeinderat gab für den Umbau einstimmig grünes Licht.

VON DENNIS KLÜTING

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