Die Bürokratie in der Planung

Wahrenholzer Gemeinderat bestimmt Details für Alte Schmiede

+
Für den Neu- und Umbau der Alten Schmiede beschloss der Gemeinderat Planungsdetails.

Wahrenholz – Bei der Planung der Neu- und Umbauarbeiten an der Alten Schmiede muss die Gemeinde Wahrenholz zahlreiche bürokratische Hürden umschiffen.

Daher hat der Gemeinderat sich bei seiner Sitzung am Mittwochabend nicht nur mit der Heizungsanlage, sondern auch mit mehreren Details in der Planung beschäftigt.

Das Zauberwort dazu heißt nämlich „Produktneutralität“ und bedeutet, dass in Ausschreibungen keine spezifischen Produkte wie konkrete Ziegel oder Pflastersteine genannt werden dürfen. „Wir können das aber im Vorfeld umgehen, indem wir eine bestimmte Ausführung fest beschließen“, erklärte Bürgermeister Herbert Pieper. Bei vorherigen Ausschreibungen hatte die Gemeinde nicht auf die Produktneutralität geachtet. „Dadurch haben wir etwa für das Umfeld des Bahnhofs eine zehnprozentige Sanktion auf die Fördergelder bekommen“, bedauerte Pieper. „Das ist nun mal die Bürokratie – das ist leider einfach so.“

Daher beschloss der Rat einstimmig konkrete Ausführungen einzelner Details. So soll etwa der Fußboden im Verbindungstrakt mit dem gleichen Pflasterklinker versehen werden, der auch bereits in der Ortsmitte zu finden ist. „Wir wollen, dass der sich als Band durch den Ort zieht“, so Pieper.

Weiterhin wurde auch die Heizungsanlage für den gesamten Gebäudekomplex thematisiert. „Wir haben uns ja schon im Vorfeld für einen Naturspeicher entschieden“, sagte Pieper. „Und uns im Frühjahr in Ulm davon selbst überzeugt.“ Das entsprechende Unternehmen gebe es allerdings nicht mehr, der Nachbesitzer wolle nach einer Umstrukturierung aber ebenfalls Naturspeicher anbieten. „Sowohl die Herstellung als auch die Wartung und die Installation sollen dabei deutlich effizienter werden“, erklärte der Bürgermeister. Aktuell laufen Tests an neuen Prototypen, erste konkrete Aussagen sollen im Februar getätigt werden können, dann will die Gemeinde auch die Verhandlungen aufnehmen. „Um eine Verlängerung des Förderzeitraums haben wir uns bereits gekümmert“, so Pieper. „Die Frist dauert nun bis zum 31. Dezember 2020.“

Ziel der Gemeinde sei es, dass der Naturspeicher bis zum Oktober installiert sei. „Es handelt sich um eine Verschiebung, aber wir haben uns in alle Richtungen abgesichert“, so Pieper. Der Rat beschloss einstimmig, die Verhandlungen aufzunehmen.

VON DENNIS KLÜTING

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare