Grundschule im Szenario B

Wahrenholz: Wöchentlich wechselnder Präsenzunterricht nach Corona-Fall

An der Grundschule Wahrenholz greift nun Szenario B. 
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An der Grundschule Wahrenholz greift nun Szenario B. 

Wahrenholz – An der Grundschule Wahrenholz gilt nach dem Corona-Nachweis am vergangenen Donnerstag seit dieser Woche das Szenario B. Denn genau am Samstag hatte der Landkreis Gifhorn einen 7-Tage-Inzidenzwert von über 100.

Damit gilt für zwei Wochen der „Schichtbetrieb“ an der Grundschule.

Szenario B bedeutet nämlich, dass die Kinder in sogenannte Kohorten eingeteilt werden, die im wöchentlichen Wechsel den Präsenzunterricht besuchen und im Homeschooling arbeiten. Da allerdings auch Notbetreuungsgruppen eingerichtet werden, kann es vorkommen, dass der Stundenplan nicht in vollem Umfang von den Lehrkräften abgedeckt werden kann. Somit kann eine verlässliche Betreuung zwischen 8 und 12.45 Uhr möglicherweise nicht gewährleistet werden. Darüber hatte Schulleiterin Karola Märländer die Eltern bereits informiert.

Für die Eltern bedeutet diese Situation besonders eines: „Verunsicherung“. Mit diesem Wort beschreibt Jessica Drückler, Vorsitzende des Schulelternrats die Stimmung der Eltern an der Wahrenholzer Grundschule. Die Betreuung für die Kinder im Homeschooling müsse „sehr spontan“ organisiert werden. Ein Elternteil muss dafür vom Arbeitgeber freigestellt werden. Denn: Familienmitglieder stehen nicht automatisch unter Quarantäne. Zudem steht die Notbetreuung nur Kindern zu, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten oder für die eine Härtefallregelung greift.

Während des Homeschoolings, das bis Freitag, 27. November, andauert, bekommen die Kinder Arbeitspläne für alle Schulfächer von der Klassenlehrkraft. Die Ergebnisse können die Kinder auf digitalem Wege einreichen. Anschließend gibt es eine Rückmeldung von der Lehrkraft. Dazu gibt es einen regelmäßigen Austausch per Telefon.

Die Umsetzung dieses Konzeptes gestaltet sich in der Praxis in Wahrenholz nicht immer einfach, wie eine Wahrenholzer Mutter dem IK geschildert hatte: Oft nur langsames Internet und der Mangel an geeigneten Räumlichkeiten erschweren Homeschooling.

Insgesamt beurteilt Drückler die Quarantäne als „schwierige Situation“ für die Familien – auch, weil der Bewegungsraum der Kinder eingeschränkt ist. Zusammen mit dem Wegfall sozialer Kontakte sorgt das für Unausgeglichenheit und Spannungen.

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