Diskussion um Grundstückserwerb neben der DRK-Kita

Wahrenholz: Parkplätze oder Streuobstwiese?

Die Mitglieder des Ausschuss für Bau, Planung und Umweltfragen der Samtgemeinde Wesendorf schauten sich bei der Bereisung das Gelände neben der Kita an.
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Die Mitglieder des Ausschuss für Bau, Planung und Umweltfragen der Samtgemeinde Wesendorf schauten sich bei der Bereisung das Gelände neben der Kita an.
  • Max Morrison
    vonMax Morrison
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Wahrenholz – Soll aus dem Grundstück „Syke 5“ neben der DRK-Kita Wahrenholz ein Mitarbeiterparkplatz werden? Oder eine Streuobstwiese? Darüber herrschte bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bau, Planung und Umweltfragen der Samtgemeinde Wesendorf Uneinigkeit.

Zuvor waren die Ausschussmitglieder an das Grundstück gereist, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Doch sowohl dort als auch bei der anschließenden Diskussion im Rathaus der Samtgemeinde Wesendorf wurde über das Thema gestritten.

Zunächst der Sachverhalt: Die Gemeinde Wahrenholz verkauft das Mietshaus Syke 5, welches neben der Kita steht. Mit dem neuen Eigentümer ist vereinbart, dass eine Teilfläche (90 Quadratmeter) an der südlichen Grundstücksfläche nicht mitverkauft wird. Diese Fläche wird der Samtgemeinde angeboten, um dort Mitarbeiterparkplätze zu errichten.

In dem Zuge erhält auch der neue Eigentümer ein Wegerecht, da die Zufahrt zur Kita lediglich für Anwohner freigegeben ist, was auch durch ein Durchfahrtsverbotsschild gekennzeichnet ist.

Verkehrsprobleme durch Parkplatzmangel

Hintergrund ist, dass es in der Straße „Syke“ regelmäßig zu Verkehrsproblemen kommt, wenn morgens Eltern ihre Kinder vorbeibringen und nachmittags wieder abholen. Es steht lediglich eine begrenzte Anzahl an Parkplätzen zur Verfügung. Dies soll so möglichst entzerrt werden.

Kita-Leiterin Marion Weseloh sprach sich via Telefon beim Vor-Ort-Termin jedoch dagegen aus. Ihr Wunsch: An der Stelle soll eine Streuobstwiese entstehen. „Dadurch können die Kinder beim Zusehen und Aufsammeln viel lernen.“ Ein Mitarbeiterparkplatz mache aus ihrer Sicht wenig Sinn, da wenige Mitarbeiter mit dem Auto zur Arbeit fahren.

In der Diskussion sah die Politik dies aber teilweise anders. Ernst Pape (UWG) fand die Idee eines Parkplatzes für Mitarbeiter gut, um das Verkehrschaos zu entschärfen. Dies sei ja auch die Grundvoraussetzung, mit der die Gemeinde Wahrenholz die Fläche überhaupt anbiete. „Wenn Obstbäume dahin sollen, dann wird die Fläche nicht zur Verfügung gestellt.“ Andreas Hoffmann (SPD): Die Situation im Syke ist angespannt. Die Obstbäume können auch auf das Gelände der Kita.“ Hartmut Bödecker (CDU) meinte: „Ich sehe das anders. Dann nutzen die Eltern den Parkplatz. Und die Kita-Leitung sieht es ja ebenfalls anders.“

Bestehende Parkfläche vergrößern?

Das Bauamt hatte einen alternativen Vorschlag. Den bisherigen Parkplatz vor der Krippe, der noch Grünfläche hat, könnte man vergrößern. Das neue Gelände an der Kita könnte dann dank der Obstbäume als Ausgleichsfläche dienen. Siegfried Weiß (SPD) warb dafür, dass Grundstück erst einmal zu nehmen. „Dann schauen wir weiter.“ Ziel müsse sein, den Verkehr zu entzerren, sodass die Kinder unfallfrei und sicher zur Kita kommen können.

Samtgemeindebürgermeister René Weber fand die Idee der Erweiterung prinzipiell gut. Man sollte aber auf der anderen Seite den Wunsch der Kita beachten. Melanie Schulze (CDU) sah es ähnlich: „Ich finde den Vorschlag des Bauamtes gut. Die Meinung der Kita sollte man nicht außer Acht lassen.“

Hoffmann entgegnete, dass die Gemeinde Wahrenholz wissen wolle, was passiert. Ihm schwebe eher vor, beide Flächen zu Parkplätzen umzuwandeln. Melanie Schulze: „Wenn, dann sollte man Frau Weseloh mit einbinden.“ Ausschussvorsitzender Jürgen Schulze (CDU) lobte grundsätzlich den Ansatz der Gemeinde Wahrenholz. Hoffmann betonte, dass es sich bei dem Übertragen des Geländes um eine Schenkung mit Auflage handele. Er und Pape schlugen daher vor, dass Gelände anzunehmen und noch einmal in Verhandlungen mit der Gemeinde Wahrenholz zu treten.

Die Beschlussvorlage wurde daher geändert. Die Samtgemeinde Wesendorf übernehme kostenlos das Gelände, um Mitarbeiterplätze zu schaffen, um den Vorstellungen der Gemeinde Wahrenholz zu entsprechen. Dies wurde bei einer Enthaltung empfohlen.

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