Wahrenholz nimmt am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil

„Hier ist nicht tote Hose“

Bernhard Weusthoff (l.) von der Bürgergemeinschaft und Bürgermeister Herbert Pieper
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Bernhard Weusthoff (l.) von der Bürgergemeinschaft und Bürgermeister Herbert Pieper stellen die Bewerbungsunterlagen für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ zusammen.
  • VonAndreas Urhahn
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Wahrenholz – Wie so vieles seit dem Beginn der Pandemie, wurde auch der große Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ um ein Jahr verschoben. Bereits am 20. April 2020 stimmte der Wahrenholzer Gemeinderat der Teilnahme des Ortes zu – und dieser Beschluss hat weiterhin Gültigkeit. Bürgermeister Herbert Pieper und Bernhard Weusthoff von der Bürgergemeinschaft feilten bis zuletzt an den Bewerbungsunterlagen, um diese in bestmöglichem Zustand fristgerecht einzureichen. Dies geschah am gestrigen Donnerstag.

„Wir rechnen uns ernsthaft gute Chancen aus, den Wettbewerb zu gewinnen und auch in den nächsten Runden auf Landes- und Bundesebene noch oben mitzuspielen“, gibt sich Pieper zuversichtlich. Früher hieß der Wettbewerb noch „Unser Dorf soll schöner werden“. Doch mit der Umbenennung wurden auch neue Kriterien eingeführt. Es geht jetzt um Zukunft, Ziele, Infrastruktur, soziales Engagement, Kultur, Umwelt, Natur und den Lebenswert. „Es ist in Wahrenholz in den letzten Jahren viel passiert. Ich denke, unser Dorf wird den Kriterien gerecht“, legt der Bürgermeister nach. „In den Bewertungskriterien wird die gesamte Entwicklung betrachtet, nicht nur das Dorf, sondern auch die umgebende Natur, die Entwicklung, zukünftige Pläne“, ergänzt Weusthoff.

Wichtig sei in Wahrenholz, so Weusthoff, dass nicht nur die Kommune Impulse setze, sondern auch engagierte Bürger Initiative zeigen würden. Des Weiteren sei Wahrenholz in den Bereichen Medizin und Pflege mit einer Arztpraxis, ambulanter Betreuung und Tagespflege sehr gut aufgestellt. „Wir haben außerdem 40 Vereine, die gerade in der Pandemie mit kreativen Ideen geglänzt haben. Wahrenholz ist für sein Vereinsleben und die kulturelle Aktivität weit bekannt“, weiß Pieper im Hinblick auf das zweite Kriterium, das unter den Begriffen soziales Engagement und Kultur zusammengefasst werden kann.

Das dritte Kriterium bewertet die Nachhaltigkeit und konzentriert sich auf Natur, Umwelt und Baukultur. „Auf unsere Baukultur legen wir großen Wert. Zum Beispiel hat die Gemeinde die Mühle gekauft und die alte Schmiede, in die wir bald mit der Verwaltung einziehen. Wir möchten historische Gebäude erhalten und sie einer sinnvollen Nachnutzung zuführen“, erklärt der Bürgermeister.

Die Infrastruktur wird im ersten Kriterium betrachtet. Hier hat Wahrenholz ein ganz besonderes Projekt mit dem Eisspeicher (das IK berichtete), aber auch mit privat geführten Zentralheizungen, die klimaneutral mit Hackschnitzeln betrieben werden und viele alte Häuser mit Wärme versorgen. Diese alten Gebäude sind oft schlecht gedämmt und haben alte Heizsysteme. So können sie ohne CO2-Ausstoß betrieben werden und die Baukultur bleibt ebenfalls erhalten.

„... auf dem Land haben wir unsere Zukunft“, so steht es im letzten Kriterium. Der Bürgermeister sieht Wahrenholz in dieser Angelegenheit ganz vorne: „In unserem Neubaugebiet haben wir fast nur an junge Wahrenholzer verkauft. Die Leute bleiben, denn sie sehen: Hier ist nicht tote Hose!“

Die Kriterien im Überblick:

Kriterium 1: „Unser Dorf hat Zukunft, weil wir Ziele und Konzepte entwickeln, wirtschaftliche Initiativen unterstützen und zur Verbesserung der Infrastruktur beitragen.“

Kriterium 2: „Unser Dorf hat Zukunft, weil wir sozial engagiert sind und dörfliche kulturelle Aktivitäten entfalten.“

Kriterium 3: „Unser Dorf hat Zukunft, weil wir wertschätzend und sensibel mit unserer Baukultur und auch der Natur und Umwelt umgehen.“

Kriterium 4: „Unser Dorf ist attraktiv und lebenswert – auf dem Land haben wir unsere Zukunft.“

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