Erweiterungsgebiet wird für Mensch und Tier auf Minimum für Bestand reduziert

Wahrenholz: Keine neuen Windräder

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Das ursprünglich 183 Hektar große Erweiterungsgebiet Wahrenholz GF 4 wird auf Minimalflächen für die bestehenden Windkraftanlagen reduziert (karierte Fläche).

Wahrenholz. Mehr als die bestehenden drei Windräder sollen zwischen Wahrenholz und Westerholz nicht entstehen: Das ist das Ergebnis, zu dem der Regionalverband Großraum Braunschweig nach der zweiten Auslegung zur Änderung der Regionalen Raumordnungsprogrammes (RROP) gelangt ist.

Von der ursprünglichen Erweiterung des Gebietes Wahrenholz GF 4 mit 183 Hektar ist lediglich so viel übrig geblieben, um die bestehenden Anlagen mit dem zulässigen Flächenminimum auszustatten.

Denn schon die bestehenden Windkraftanlagen unterschreiten den zulässigen Mindestabstand nach Westerholz auf der einen und zum Lerchenberg auf der anderen Seite. Da sie jedoch älter sind als das RROP, genießen sie Bestandsschutz, wie die Pressesprecherin des Regionalverbandes, Gisela Noske, auf IK-Anfrage bestätigte. Die Erweiterungsflächen mussten daher aber gestrichen werden. Denn das „Schutzgut Mensch“ würde durch Schattenfall und verdeckten Horizont beeinträchtigt.

Aber auch die Tierwelt wäre vom Bau zusätzlicher Windkraftanlagen betroffen gewesen: Die drei Potenzialflächen des Erweiterungsgebietes sind Flugkorridor für den Seeadler sowie Brut- und Nahrungshabitate für Rotmilan, Schwarzstorch und Kranich. Ferner ist bei den bestehenden Anlagen ein erhöhtes Tötungsrisiko für kollisionsgefährdete Fledermausarten festgestellt worden, sodass der Regionalverband mit erhöhtem Untersuchungsbedarf und gegebenenfalls mit Vermeidungsmaßnahmen wie Abschalt-Algorithmen und einem Godelmonitoring zu rechnen sei.

Daher werde auf eine zusätzliche Nutzung der Flächen bei Wahrenholz für Windenergie verzichtet.

Von Dennis Klüting

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