Carmen und Jürgen Rahmfeld organisieren Juni-Event bereits seit 24 Jahren / Nachfolger werden dringend gesucht

Wagenhoffer Spielefest steht vor dem Aus

Diese Bahn machte den Kindern und Jugendlichen besonders Spaß. Sie wurde von Jürgen Rahmfeld gebaut.

Wagenhoff. Spielen, toben und Gemeinschaft erleben: Seit 24 Jahren gibt es in Wagenhoff schon das Spielefest. Doch ob das Wagenhoffer Event nach seiner 25. Auflage im Juni in die nächste Runde geht, steht noch in den Sternen.

Das Ehepaar Carmen und Jürgen Rahmfeld, die bisher die Organisation übernommen hatten, wollen nämlich aufhören und suchen dringend Nachfolger für diese ehrenamtliche Arbeit. Zunächst sei man eine Gruppe gewesen, die das Spielefest auf die Beine gestellt habe. „In den letzten zehn bis zwölf Jahren haben wir dann allein weitergemacht“, sagt Jürgen Rahmfeld. Doch jetzt sei die Luft raus. „Wir wollen aufhören“, erklärt das Ehepaar.

Helfer für den Auf- und Abbau seien immer ausreichend dabei gewesen – das habe immer gut funktioniert. Doch nun müssen Nachfolger für die Organisatoren gefunden werden. Spiele aufbauen, Bierwagen und Musik organisieren: „Es hat immer viel Spaß gemacht. Nach dem 22. Fest sagte mein Mann mir, dass er aufhören möchte, doch wir beschlossen, das 25. Mal voll zu machen“, erklärt Carmen Rahmfeld.

Carmen und Jürgen Rahmfeld aus Wagenhoff organisieren seit 24 Jahren das Spielefest. Nun hören sie auf und suchen Nachfolger.

„17 alte Trecker, Feuerwehraktionen, DRK im Einsatz, Ponyreiten, Kinderschminken, Losverkauf und Clown – das Spielefest war bisher immer ein Fest für alle Generationen“, meint Jürgen Rahmfeld. Angefangen habe alles mit selbst gemachten Spielen, und mit der Zeit sei das Fest immer größer geworden. Spielmannszüge traten auf, aus der Musikbox wurde eine Band. „Wir haben versucht, nicht immer das selbe anzubieten, sondern das Programm zu variieren.“ Immer Ende Juni sei die Zeit des Festes gewesen. „Es wäre schade, wenn sich keiner findet, der weitermacht, denn dann läuft das Spielefest jetzt einfach aus“, sagt Carmen Rahmfeld, und ihr Mann fügt im IK-Gespräch an: „Das Spielefest würde damit sterben.“

Schnelligkeit ist jetzt gefragt und Eile geboten: „Wir haben mit den Planungen immer im Dezember oder Januar begonnen. Kuchen mussten organisiert werden, Preise für die Tombola, die musikalische Begleitung und auch der Bierwagen mussten gebucht werden“, zeigt Jürgen Rahmfeld einige der nötigen Weichenstellungen auf. Nach und nach habe man in der Organisation Routine bekommen.

Spielen und toben nach Herzenslust: Beim Fest in Wagenhoff gab es viele Spiele auszuprobieren. Fotos: Scholz, Frankewitsch (2)

„Wir behalten nichts für uns. Falls jemand die Organisation übernehmen würde, können wir helfen und unterstützen, indem wir Tipps geben oder auch die Kontakte weitergeben“, sagt Carmen Rahmfeld. Zukünftige Organisatoren bräuchten also keine Angst haben, ins kalte Wasser geworfen zu werden. Die Familie Rahmfeld stehe mit Rat und Tat zur Seite. „Wir würden natürlich auch wieder kostenlos unsere Hüpfburg zur Verfügung stellen“, verspricht Jürgen Rahmfeld. Übrigens: Seit 24 Jahren fließt der Erlös des Spielefestes in die Gemeinde. „Zum Beispiel in die Jugendarbeit der Schützen oder Feuerwehr“, nennt das Ehepaar ein Beispiel. Beim letzten Spielefest seien 1500 Euro erwirtschaftet worden. 500 Euro erhält in diesem Jahr der Sportverein für den Bau des neuen Vereinsheimes, 500 Euro sollen für die Erneuerungen am Skaterplatz genutzt werden und 500 Euro gehen an die Feuerwehr Wesendorf. Eine Übergabe des Erlöses findet am 17. August am Sportheim in Wagenhoff statt, vielleicht zum letzten Mal.

Von Maike Scholz

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