Krankheitswelle schwappt über den Landkreis Gifhorn / Gesundheitsamt: 173 Grippefälle gemeldet

Viren auf dem Vormarsch

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Husten, Halsschmerzen und ständig laufende Nase: Erkältungs- und Grippebeschwerden breiten sich im Landkreis Gifhorn aus. Das Gesundheitsamt des Landkreises verzeichnet bereits 173 Grippe-Fälle.

Landkreis Gifhorn. Husten, laufende Nase, Hitze- und Kältewallungen: Die Erkältungswelle macht auch vor dem Landkreis Gifhorn nicht halt. Josef Kraft, Leiter des Gesundheitsamtes des Landkreises Gifhorn, stellt eine erhöhte Zahl an Patienten mit Atemweginfektionen fest.

„Nicht alle sind meldepflichtig. Aber für die Grippe haben wir 173 Fälle verzeichnet.“ Davon seien 75 Prozent Influenza-B-Viren. „Von dieser Welle sind momentan überwiegend Erwachsene betroffen – und ungeimpfte Personen“, betonte Kraft.

Beim Arztbesuch, so der Gesundheitsamtsleiter, sollte man, wenn man selbst erkältungsfrei ist, durchaus bei der Anmeldung nachfragen, ob Erkältungspatienten im Wartezimmer sitzen, um eine Ansteckung zu vermeiden. „Ganz besonders wichtig ist aber auch die Handhygiene“, so Kraft. „Regelmäßiges und gründliches Händewaschen senkt das Infektionsrisiko.“ Außerdem sollte man zu erkrankten Personen Distanz wahren. „Wenn man selbst erkrankt ist, sollte man sich überlegen, wo man hingeht und ob es nötig ist“, führt Kraft an. Generell sollte man mehr Flüssigkeit zu sich nehmen – der Mediziner empfiehlt Tee. Aber: „Auch eine Impfung ist noch möglich. Normalerweise sollte die eher im Herbst erfolgen. Aber wer noch nicht geimpft ist, sollte sich bei seinem Hausarzt erkundigen“, erklärt Kraft. „Bei chronisch Kranken muss man da natürlich aufpassen.“

Von Dennis Klüting

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