Ummern: Friedhöfe, Spielplätze, Wege und Bushaltestellen stehen im Fokus

Viele Stationen für Bauausschuss

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Auch bei der Bereisung machten Müll und Schmierereien an der Bushaltestelle den Handlungsbedarf deutlich.

Ummern. Mit einer Tour durch Ummern und Pollhöfen begann die jüngste Sitzung des Bauausschusses der Gemeinde Ummern. An 17 Stationen wurden bei der Bereisung unter der Leitung des Ausschussvorsitzenden Holger Tietje der Zustand vor Ort geprüft und Maßnahmen erwogen.

Für den Ausbau von Spielplätzen stehen noch 10.000 Euro aus dem Vorjahr zur Verfügung. 

Mutwillige Zerstörungen erfordern häufige Reparaturen am Klettergerüst.

Einige Klettergeräte mit mittlerweile „historischem Charme“ auf dem Spielplatz am Gemeindehaus könnten damit ausgetauscht werden. Aber auch auf dem Spielplatz am Schützenhaus besteht Handlungsbedarf. Die wegen mutwilliger Beschädigung häufig notwendigen Reparaturen am Klettergerüst könnten durch den Einsatz von Stahl statt Holz vermindert werden.

Beim barrierefreien Haltestellenausbau gibt es genaue Vorgaben: Haltestellen müssen mindestens 18 Meter lang sein, der Bordstein soll nach Vorgabe der VLG 16 Zentimeter hoch sein, auch die Zuwegung muss barrierefrei sein. Der Bauausschuss prüfte bei der Bereisung, welche Bushaltestellen am dringendsten umzubauen sind und für welche zunächst eine Ausnahmegenehmigung beantragt werden könnte.

Bei der Bushaltestelle am Dorfplatz wurden zusätzlich Maßnahmen für eine bessere Sicht und Sichtbarkeit erwogen, auch um die Haltestelle für Verschmutzer unattraktiver zu machen. Der Ersatz von Steinen durch Plexiglas in einigen Gefachen sowie eine bessere Ausleuchtung boten sich als Lösung an.

Im Eichengrund sollen die entfernten Eichen durch Neuplanzungen ersetzt werden. Zusätzlich gab es Anregungen für eine Rhododendronpflanzaktion sowie für das Aufstellen von Bänken. Die Brücke am Eichengrund soll mit einem erneuerten Fundament und neuen Eichengeländern sicherer und schöner werden.

Für etwa 22 Kilometer Wege gibt es Handlungsbedarf. Am Ausbau-Ende der Straße „Zum Schießstand“ wurden Maßnahmen wie Fräsen und Grädern erörtert.

Bei der Friedhofsbegehung war der Pflegebedarf Gegenstand der Prüfung. Für die Sauberhaltung der Wege, den überfälligen Baumschnitt und andere Arbeiten wurde die zeitnahe Einstellung einer Hilfskraft mit etwa drei Wochenstunden empfohlen.

In der an die Bereisung anschließenden Sitzung wurden die Ergebnisse für den Verwaltungsausschuss formuliert. Außerdem empfahl der Bauausschuss den Beschluss der neuen Straßenausbaubeitragssatzung, die aufgrund von Änderungen der Rechtsprechung angepasst wurde. Danach sinkt der Straßenausbaubeitrag der Anlieger in Außenbereichsstraßen von 60 auf 25 Prozent, wenn die Straße überwiegend dem Durchgangsverkehr dient.

Von Marion Schuckart

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