Oberschüler nehmen mit eigenen Projekten am World Youth Expedition-Wettbewerb teil

Viel Lob für tolle Wesendorfer Ideen

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Philip Reihl (Oberschule Wesendorf) gewann bei dem Wettbewerb mit seinem Projekt zum Thema Obdachlosigkeit und sichere Übernachtungsmöglichkeiten.

Wesendorf/Gifhorn – Alle Teilnehmer am World Youth Expedition-Wettbewerb von Extremsportler Joachim Franz hatten gute Ideen und tolle Projekte geplant.

Extremsportler und Ideengeber Joachim Franz.

Drei Tage lang hatten sie sich bei der Sparkasse auf ihre Präsentation vorbereitet, sich Gedanken über eine Realisierung des ausgewählten Projektes gemacht. Jetzt hatte die Jury, bestehend aus Vertretern der Sparkassen-Stiftung und Ideengeber Franz, die schwere Aufgabe, unter den Projekten dasjenige auszusuchen, das mit Fördergeld unterstützt werden soll. Die Oberschule Wesendorf war erstmals dabei. „Joachim Franz hatte die Schulen ausgelost, kam dann in die Schulen und hielt einen 90-minütigen Vortrag. Und die Schüler hingen an seinen Lippen“, berichtete Katja Wölfer, Leiterin der Oberschule Wesendorf, über das, was vorgeschaltet war.

Ziel des Wettbewerbs ist es, dass junge Leute eigene Ziele formulieren und motiviert werden, selbst Projekte zu entwickeln. So hatte sich Milena Patsch (10. Jahrgang, IGS Gifhorn) das Projekt „Perlenmädchen“ ausgesucht, Mira Sema Zitli (8. Jahrgang) schloss sich ihr an. „Dabei geht es um ganz junge Mädchen in Kenia, die vergewaltigt, sexuell ausgebeutet, zwangsverheiratet oder verstümmelt werden“, erklärte Milena. Auf das Thema sei sie gekommen, als sie begann, sich über Sklavenhandel und Zwangsprostitution zu informieren. Vor allem Aufklärung sei ein Mittel, um diesen „Brauch“ abzuschaffen, erklärte sie.

„Mental Health“ war Finja Langes Thema. Dabei ging es um mehr Zutrauen bei Kindern und eine bessere Kommunikation in den Familien. „Es muss nicht immer alles perfekt sein. Und man sollte mehr auf die Gefühle achten“, sagte sie. Philip Reihl, ebenfalls von der Oberschule Wesendorf, hatte sich das Projekt „Mini Safe Space“ ausgesucht. Dabei geht um das Thema Obdachlosigkeit und damit verbunden sichere Übernachtungsmöglichkeiten. Kleine Wohneinheiten für Obdachlose zu errichten, nannte er als eine wichtige Möglichkeit zu helfen. Aufklärung und weitere Hilfen seien auch hier nötig.

Unter den Gästen waren auch Teilnehmer aus dem Vorjahr. Da hatten Schüler der Oberschule Wittingen gewonnen.

VON BURKHARD OHSE

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