Rätsel um Gedenkstein im Heiligen Hain gelüftet: Restauration statt Diebstahl

Verschwundene Tafel wird saniert

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Die verschwundene Gedenktafel wird restauriert.

Betzhorn. Alle Spekulationen über den Verbleib der Gedenktafel im Naturschutzgebiet Heiliger Hain haben ein schnelles und glückliches Ende gefunden. „Die Tafel befindet sich bei einem Restaurator“, berichtet die Bürgermeisterin von Wahrenholz, Friedhilde Evers.

Zuvor sei mit dem Landkreis eine Ortsbegehung abgehalten worden. Der Zustand war einem Sponsor ins Auge gefallen, der sich bereit erklärte, die entstehenden Kosten für eine Restauration zu übernehmen. „Danach wurde die Gedenktafel ordnungsgemäß und in Absprache mit dem Landkreis abgeschraubt“, sagt Friedhilde Evers, die glücklich über die schnelle Aufklärung ist.

Das neunundneunzigeinhalb Jahre alte Zeitdokument wurde bei der Polizei als gestohlen gemeldet (das IK berichtete). Heinrich Meyer, Eigentümer des Heidegebiets, war nach einem Rundgang das Fehlen aufgefallen. Er informierte daher die Polizei. Die Edelmetalltafel wurde am 15. Mai 1913 auf einem großen Stein angebrachte, erinnert an das 25. Regierungsjubiläum von Kaiser Wilhelm II. und ist somit Zeugnis der deutschen Geschichte.

Zunächst war vermutet worden, dass sich Schrottdiebe an der Tafel bereichert hätten, da die Preise für Metall auf dem Markt wieder gestiegen sind. So spekulierte auch Heinrich Müller, Kultur- und Landschaftsführer. Er hatte die Hoffnung auf die Wiederkehr der Gedenktafel schon aufgegeben.

Umso mehr können sich nun alle Beteiligten sowie interessierte Touristen über einen solch glücklichen Ausgang freuen. Die Polizei wurde über den Verbleib der Tafel in Kenntnis gesetzt. „Wir haben die Ermittlungen nun eingestellt und sind natürlich froh über eine solche Auflösung“, sagt Thomas Reuter, Sprecher der Polizeiinspektion Gifhorn.

Der Restaurator wurde nicht genannt. Die Beteiligten hoffen aber, dass die Erneuerung schnell vonstatten geht, damit die Gedenktafel auch in Zukunft ein Zeugnis der deutschen Geschichte sein kann.

Von Maike Scholz

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