Mit Elektrozaun gesichert

Vermutlich erneuter Wolfsangriff: Drei Schafe in Groß Oesingen tot

Ein Wolf in einem Waldstück.
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Vermutlich von Wölfen wurden in Groß Oesingen drei Schafe gerissen.
  • Hans-Jürgen Ollech
    VonHans-Jürgen Ollech
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Groß Oesingen – Erneut schlug scheinbar ein Wolfsrudel in der Nacht zu vergangenem Sonnabend, 6. November, auf einer Weide an der Mühlenstraße direkt hinter der Wohnbebauung in Groß Oesingen zu und riss drei Schafe.

Zwei der Tiere wurden durch den Riss schwer verletzt und mussten durch den Eigentümer beim Auffinden der Tiere am Sonnabendvormittag getötet werden. Der ausgewachsene Heidschnuckenbock wurde dagegen durch die vermeintlichen Wölfe getötet und noch auf der Weide bis auf Restteile von Kopf, Beinen und Decke aufgefressen.

Die Weide, die sich direkt hinter der Wohnbebauung befindet und zur Wiehe mit Waldstück abgrenzt, war mit einem Elektrozaun vorschriftsmäßig gesichert, sagt der Eigentümer. Er weist darauf hin, dass bei einem ersten Wolfsriss in dem Weidebereich von einem anderen Herdenbesitzer am 9. April 12 Lämmer, 2 Muttertiere und 1 Bock getötet wurden (das IK berichtete). Dabei wurde auch ein ausgewachsener Heidschnuckenbock bis auf Restteile verzehrt, ein Lamm weggeschleppt und die restlichen 13 Tiere gerissen und getötet.

Wolfsberater Andreas Hofmann aus Wolfenbüttel wurde beauftragt, den Schaden aufzunehmen und eine Untersuchung einzuleiten. Aufgrund des Rissbildes steht aber wohl fest, dass es sich um einen Wolfsriss handelt, so der Experte. Klarheit wird die DNA-Analyse bringen, sagt der Eigentümer, der jetzt für noch mehr Sicherheit seiner Schafe sorgen will.

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