Seniorenresidenz Wesendorf arbeitet in der Betreuung nun mit Tablet

„Unglaublich viele Möglichkeiten“

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Für die Bewohner und die Mitarbeiter des Betreuenden Sozialen Dienstes der Seniorenresidenz Am Park bietet das Tablet zahlreiche Möglichkeiten.

Wesendorf. Junge Technik im Einsatz bei der Betreuung von Senioren: In der Wesendorfer Seniorenresidenz Am Park wird nun ein Tablet verwendet, das bei der Kommunikation helfen und auf spielerische und vielseitige Art den Bewohnern das Erinnern erleichtern soll.

Yvonne Rathmann

Seit einiger Zeit nutzen die Mitarbeiter des Betreuenden Sozialen Dienstes (BSD) das kleine Gerät überwiegend in der Einzelbetreuung, aber auch in der Gruppenarbeit. Yvonne Rathmann, Leiterin des BSD, freut sich über die positive Resonanz zu dem Betreuertablet: „Wir haben es mit Bewohnern in unterschiedlichen Demenzstadien und auch mit nicht Erkrankten ausprobiert. Sogar bei den Bewohnern, bei denen die Demenz weit fortgeschritten ist, kommt das Tablet gut an.“ Da es diesen Menschen die Wortfindung oft schwer falle und ihnen Sprache Mühe bereite, können sie sich mit einem Kommunikationsprogramm über Bilder verständlich machen. „Das ist einem Bilderbuch, mit dem Kinder Sprechen lernen, gar nicht unähnlich“, sagte Rathmann. „In dem Programm sind zahlreiche Alltagsobjekte hinterlegt. Beispielsweise ein Wurstbrot. Dadurch können die Bewohner verständlich machen, dass sie gern eins hätten.“ Über die kleinen Bilder können aber nicht nur Wünsche ausgedrückt, sondern auch Erinnerungen geweckt werden. Lieder und Videos regen das Erinnerungsvermögen an. Und auch mit Spielen werden die Bewohner der Seniorenresidenz auf vielfältige Weise unterhalten und das Erinnerungsvermögen trainiert. „Das Tablet bietet uns einfach in der Betreuung unglaublich viele Möglichkeiten“, sagte Rathmann. „So viel verschiedenes Material könnten wir sonst ja gar nicht bereitstellen.“

Da das Gerät so klein und handlich sei, eigne es sich auch gut zum Einsatz bei Bettlägerigen. Momentan werden in der Wesendorfer Seniorenresidenz 86 Bewohner betreut, von denen einer gar nicht mehr sprechen kann.

Das Tablet soll ein vielseitiges Hilfsmittel in der Betreuung sein. „An erster Stelle steht aber für uns weiterhin die menschliche Beziehung – die ist das Entscheidende“, betont Rathmann.

Von Dennis Klüting

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