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Umweltsünder gesucht: Illegale Müllentsorgung südlich von Wahrenholz

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Von: Dennis Klüting

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Ganze fünf Kubikmeter Hausmüll hat ein unbekannter Umweltfrevler illegal südlich von Wahrenholz an einer Jauchegrube abgeladen. Die Polizei sucht nach Zeugen.
Ganze fünf Kubikmeter Hausmüll hat ein unbekannter Umweltfrevler illegal südlich von Wahrenholz an einer Jauchegrube abgeladen. Die Polizei sucht nach Zeugen. © Polizei

Wahrenholz. Ganze fünf Kubikmeter Müll hat ein unbekannter Umweltfrevler einfach in der Feldmark südlich von Wahrenholz abgeladen – illegal natürlich. Die Polizei ermittelt.

Zwischen Mittwochmittag und Donnerstagmittag muss der Unbekannte den Unrat, größtenteils in blauen Abfallsäcken verpackt, an einem Güllebecken in der Verlängerung der Windmühlenstraße abgekippt haben – nur wenige hundert Meter vom südlichen Ortseingang nach Wahrenholz entfernt. Beamte der Polizeistation Wesendorf nahmen die Ermittlungen auf und fanden bei der Durchsicht des unerlaubt entsorgten Mülls erste Hinweise auf den Verursacher. Dennoch bittet die Polizei um Zeugenhinweise unter (05376) 97390.

„Illegale Müllentsorgung kommt bei uns ja schon mal vor, aber nicht in dieser Größenordnung“, kommentierte Antje Präger, Leiterin des Fachbereichs Umwelt beim Landkreis Gifhorn. „Normalerweise ist das hier mal ein Müllsack, da mal ein Fernseher und nicht gleich eine ganze Wagenladung.“ Leider seien gerade diese illegal entsorgten Elektrogeräte besonders schadhaft für die Umwelt.

„Wilde Müllentsorgung ist keine Seltenheit. Alle zwei bis drei Monate müssen wir jemanden für eine große Sammeltour losschicken, auch durch den Nordkreis“, erklärte Präger. Wie auch in diesem akuten Fall, gebe der Müll oft Hinweise auf die Umweltfrevler. „Wenn wir diese dann ausfindig machen, erklären die sich oft selbst schon bereit, den Müll wegzuräumen“, erklärte die Fachbereichsleiterin. „Das ist aber auch nicht immer der Fall, dann kann es auch schon mal teurer werden.“

Denn die Müllentsorgungskosten werden dem Verursacher in jedem Fall in Rechnung gestellt, dazu kommt ein Bußgeld, dass sich nach der Menge und auch nach der Gefährlichkeit des Mülls richtet. „Im Normalfall liegt das zwischen 200 und 400 Euro“, weiß Präger. „In diesem Fall wird das aber sicherlich vierstellig.“

Von Dennis Klüting

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