Polizei hat ein Auge auf das Unfallrisiko / Entschärfung durch Ampel oder Kreisverkehr

Ummersche Kreuzung ist gefährlich

An der Ummerschen Kreuzung an der Bundesstraße 4 liegt zwar ein erhöhtes Unfallrisiko, aber noch kein Unfallschwerpunkt vor. Foto: Ollech

Wesendorf. Es kracht und es scheppert: Wieder ist ein Unfall auf der Kreuzung der Bundesstraße 4 von Ummern in Richtung Wesendorf passiert. Das IK berichtete gestern erneut von einem Auffahrunfall an dieser Stelle.

Der Ausgang: Totalschaden der beiden Autos und zwei leichtverletzte Fahrer. Wie kann die erhöhte Unfallgefahr reduziert werden? Was kann und muss bei dieser Kreuzung verbessert werden, um die Unfallgefahr zu senken?.

Die Polizei hat die Unfallstelle stets im Auge. „Diese Kreuzung an der B 4 ist noch keine Unfallhäufungsstelle oder Unfallschwerpunkt, doch könnte sie sich natürlich jederzeit zu einem entwickeln“, sagt Polizeipressesprecher Thomas Reuter auf IK-Anfrage. Er verrät auch mögliche Verbesserungen oder Lösungen, um das Unfallrisiko zu mindern: „Eine ganz sichere Methode zur Entschärfung der Unfallsituation wäre natürlich eine Ampel oder ein Kreisverkehr.“

Eine absolute Sicherheit gebe es aber nicht, denn „es passieren immer wieder menschliche Fehler.“ Bisher gab es keine schwerwiegenden Folgen. Aus den Unfällen gingen immer Leichtverletzte und Blechschäden hervor. Aber eine Häufung, so der Pressesprecher, sei erkennbar. „Wir beobachten, sind präsent und nehmen Verkehrskontrollen durch. Soweit kann die Polizei vor“, erklärt Thomas Reuter.

Auch Verkehrsbeauftragter der Polizei Gifhorn, Reinhard Preuß, hat die Kreuzung im Blick: „Ich beobachte diese ständig. Sie liegt knapp an der Grenze zu einer Unfallhäufungsstelle. Dieses Jahr gab es bereits drei Unfälle.“ Bei fünf Verkehrsunfällen würde die Kreuzung zu einer Häufungsstelle, also einem Unfallschwerpunkt.

„Im vergangenen Jahr sind ebenfalls drei Unfälle zu verzeichnen. Alles knapp an der Grenze“, erklärt Preuß. Sollten innerhalb von fünf Jahren an dieser Kreuzung Unfälle mit Schwerverletzten oder Toten zu beklagen sein, würde dieser Abschnitt automatisch zu einem Schwerpunkt. Doch soweit sei es glücklicherweise noch nicht gekommen.

Eine weitere „Problemkreuzung“ ist die sogenannte Krümmekreuzung Richtung Wagenhoff. Sie liegt sieben Kilometer weiter in Richtung Gifhorn. „Diese Kreuzung war einmal ein Unfallschwerpunkt. Nach der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h jedoch gingen die Unfälle dort zurück. Letztes Jahr gab es einen Vorfahrtsunfall, zwei Auffahrunfälle und einen Fahrunfall, da der Fahrer beim Abbiegen nicht die richtige Geschwindigkeit gewählt hatte“, erzählt der Verkehrsbeauftragte. Er berichtet auch, dass sich in diesem Jahr zwei leichte Vorfahr- und zwei Auffahrunfälle ereignet hätten. „Wir wünschen uns natürlich eine Anzahl von null Unfällen und wir arbeiten daran“, sagt Preuß. Das kann Thomas Reuter bestätigen: „Wir kontrollieren und überwachen dort den Schwerlastverkehr.“ Eine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt es also an beiden Kreuzungen. „Es geht um Aufmerksamkeit“, appelliert Reuter an alle Autofahrer.

Von Maike Scholz

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