Bauausschuss beschäftigt sich Montag mit einer möglichen Lösung

Ummern: Kompromiss für Radweg entlang der L 284?

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Führt der Radweg künftig von Ummern aus zur B 4? Eine mögliche Lösung wird am Montag, 23. September, bei der Sitzung des Bauausschusses thematisiert.

Ummern – Der Wunsch nach einem Radweg von Ummern aus in Richtung Wesendorf entlang der L 284 ist alt. Immer wieder wurden Gespräche und Verhandlungen geführt, eine abschließende Lösung gab es bislang nicht.

Nun haben die Gemeinde Ummern und die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr einen Kompromiss ausgearbeitet, welcher in der kommenden Sitzung des Bauausschusses am Montag, 23. September, ab 16 Uhr im Gemeindezentrum thematisiert wird.

Marc Bludau, Verwaltungsvertreter Ummerns

Wie Marc Bludau, allgemeiner Verwaltungsvertreter der Gemeinde Ummern, im IK-Gespräch erklärte, sei eine Kostenteilung angedacht: „Die Gemeinde Ummern trägt die Kosten für den Grunderwerb und den ersten Teil der Planung, das Land übernimmt den Bau und die restliche Planung.“ Dies sei ein guter Kompromiss, betonte Bludau. „Da es sich um eine Landesstraße handelt, ist der Bau des Radwegs eigentlich Landesaufgabe. Wir möchten gern unseren Teil dazu beitragen, konnten das aber einfach nicht in dem Umfang, in dem es zuvor gewünscht wurde.“

Die Gesamtkosten für den Radweg schätzt Bludau auf 700.000 bis 750.000 Euro. Der Anteil an den Planungskosten werde sich für die Gemeinde Ummern auf etwa 70.000 Euro belaufen. „Wie teuer der Grunderwerb für den Radweg und den Ausgleich wird, lässt sich momentan noch nicht sagen“, so Bludau. Dabei spielt nämlich auch eine Rolle, auf welcher Seite der Radweg gebaut werden soll. „Wir würden die Nordseite vorziehen, aber das hängt auch noch von naturschutzrechtlichen Untersuchungen ab, die noch erfolgen müssen“, führte Bludau aus. Ferner habe auch die Art der Flächen Einfluss auf die Kosten für den Grunderwerb, ebenso die Breite des Radweges. „Vielleicht ist auch ein Flächentausch möglich“, so der Verwaltungsvertreter.

Sollte der Kompromiss in den politischen Gremien auf Zustimmung stoßen, stehe die Ausschreibung der Planungen an. „2020 könnten die Kartierungen erfolgen“, schätzte Bludau. „Dann könnten wir im Herbst erfahren, auf welcher Seite der Radweg gebaut werden soll.“ Wann in diesem Falle aber genau mit dem Bau des gut drei Kilometer langen Radwegs begonnen werden könne, sei nicht genau zu sagen: „Das ist Glaskugelgucken“.

VON DENNIS KLÜTING

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