Bauausschuss empfiehlt Vereinbarung einstimmig an den Rat

Ummern: Grünes Licht für den Radweg

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Wenn der Ummeraner Gemeinderat am Montag ebenfalls zustimmt, können Planungsaufträge vergeben werden. Im Zuge der Kartierungen wird sich dann herausstellen, ob der Radweg nahtlos auf der Nordseite weitergeführt werden kann. 

Ummern – Ein klares Zeichen für den Bau des Radwegs von Ummern zur B 4 setzte der Ummeraner Bauausschuss in seiner Sitzung am Montag: Er empfahl die Vereinbarung mit der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr einstimmig an den Gemeinderat.

„Was lange währt, wird endlich gut“, sagte Marc Bludau, allgemeiner Verwaltungsvertreter der Gemeinde bei der Sitzung. „Die jetzige Vereinbarung ist für die Gemeinde deutlich kostengünstiger als die vorherigen Entwürfe.“ Sie sieht vor, dass die Gemeinde Ummern für den Radwegebau an der L 284 den nötigen Eigentumserwerb sowohl für den Radwegs selbst, als auch für die Nebenanlagen und die Ausgleichsflächen übernimmt. Ferner bezahlt die Gemeinde die Planungskosten in den Planungsphasen 1 bis 5 und ist für die Pflege der Ausgleichsflächen verantwortlich. Die restlichen Kosten übernimmt die Landesbehörde, einschließlich der Baukosten in voller Höhe.

„Der Bau des Radwegs ist ganz klar Aufgabe der Landesbehörde“, betonte Bludau. Durch die Hartnäckigkeit bei den Verhandlungen und die Einvernehmlichkeit des Gemeinderates sei man zu dieser guten Lösung gekommen.

Ratsherr Tobias Heilmann (SPD) dankte besonders Bludau für seinen Einsatz. „Es freut mich, dass es an dieser Front endlich vorangeht, wir wollen da Gas geben!“ Auch Bürgermeisterin Mirijam Müller (FWGU) zeigte sich zufrieden: „Wir können uns da alle echt auf die Schulter klopfen.“ Auch Walter Meyer (SPD), freute sich, dass endlich Fortschritte beim Radwegebau zu verzeichnen seien: „Darüber wird seit 1974 geredet, das war bis jetzt doch vergeudet.“

Bereits vor der Sitzung hatte sich eine Gruppe radfahrender Senioren aus dem Ort vor dem Gemeindezentrum versammelt, um Stimmung für den Bau des Radweges zu machen. „Wir wollen so gerne mit den Rädern auch mal in diese Richtung fahren“, sagten sie. Die Gruppe hofft, dass der Radweg möglichst zeitnah gebaut werden kann. „Ein wenig wird es leider noch dauern“, mussten Bludau und Müller die Radler vertrösten.

Der Ausschuss empfahl die Vereinbarung einstimmig an den Gemeinderat, welcher in seiner Sitzung am kommenden Montag, 30. September, ebenfalls darüber befinden wird. Sollte das Gremium ebenfalls zustimmen, können die Planungen vergeben werden. Da dazu bislang noch keine Mittel im Haushalt standen, empfahl der Bauausschuss eine überplanmäßige Ausgabe von 65.000 Euro an den Rat.

VON DENNIS KLÜTING

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