„Man muss auch mal warten können“

Ummern: Gemeinderat beschließt Vereinbarung für Radwegbau einstimmig

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Den Stein für den Lückenschluss, einen Radweg von Ummern bis zur B 4, hat der Rat der Gemeinde Ummern in seiner Sitzung am Montag endgültig ins Rollen gebracht. Der Beschluss fiel einstimmig.

Ummern – Der Radweg von Ummern in Richtung Wesendorf soll gebaut werden: Die entsprechende Vereinbarung mit der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend einstimmig.

„Es waren zähe Verhandlungen“, erklärte Verwaltungsvertreter Marc Bludau den zehn Einwohnern. „Bei der ersten Fassung hätten wir die Hälfte der Baukosten noch mittragen müssen.“ Für Ummern ein enormer finanzieller Aufwand, zumal es sich um einen Radweg an einer Landesstraße und damit klar um Aufgabe des Landes handele. „Der Rat ist geschlossen aufgetreten und wir haben hart verhandelt“, sagte Bludau zufrieden. In der neuen Fassung übernimmt das Land die Baukosten in voller Höhe. „Das spart uns 300 000 bis 350 000 Euro“, so Bludau.

Jürgen Laue jun. (CDU), der bei den Verhandlungen auch dabei war, betonte, dass sich die Landesbehörde anfangs überhaupt nicht kompromissbereit gegeben habe. „Es war gut, dass wir da nicht vorschnell zugestimmt haben. Man muss auch einfach mal warten können.“ Das Land sei aber immer gesprächsbereit gewesen, hob Laue hervor. Tobias Heilmann (SPD) freute sich ebenfalls über den Erfolg und lobte Bludau für die hartnäckigen Verhandlungen. „Ich bin glücklich, dass wir das nun endlich umsetzen können.“ Er erklärte, dass mit dem Beschluss auch gleich die Vergabe der Planungen des Radwegs mit angestoßen werde.

Bürgermeisterin Mirijam Müller (FWGU) war ebenfalls hoch zufrieden: „Es hat uns sehr gutgetan, dass wir hartnäckig geblieben sind.“ Ralph Müller (FWGU) erklärte in Richtung der Zuhörer: „Der Radweg wird sicherlich nicht von heute auf morgen umgesetzt. Auch in einem Jahr werden wir hier noch keinen Radweg haben.“ Die Bürgermeisterin ergänzte, dass im kommenden Jahr die Kartierungen erfolgen sollen. „Erst danach kann entschieden werden, auf welcher Seite der Radweg überhaupt verlaufen soll.“

VON DENNIS KLÜTING

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