Teichgut: Elterninitiative kämpft weiter für zweite Kita-Gruppe im Bauernhofkindergarten

Umdenken bei Politikern gefordert

Das Konzept der Bewegung am Teichguter Bauernhofkindergarten kommt bei den Eltern gut an. „Wir wollen so einen Kindergarten“, sagt eine Mutter. Foto: Archiv

Wahrenholz/Teichgut. Seit über einem Jahr kämpft eine Elterninitiative für das Schaffen einer zweiten Gruppe im Bauernhofkindergarten „Abenteuerland-Hof in Bewegung“ in Teichgut (das IK berichtete). Doch noch immer ist keine Entscheidung gefallen.

Die Elterninitiative fordert von Rat und Verwaltung ein Umdenken. Die zweite Gruppe hätte schon längst aufgemacht werden können, da so viele Anmeldungen vorliegen würden. Auch ein Investor sei gefunden, der die Räumlichkeiten für die zweite Gruppe ausbauen würde.

Da der Bauernhofkindergarten aber in privater Trägerschaft ist, tut sich die Samtgemeinde Wesendorf schwer. Ihre Kindergärten hat sie in die Obhut des DRK gegeben. Und diese sind nicht ganz ausgelastet. Stimmt der Rat einer zweiten Gruppe zu, muss dann auch der Betriebskostenzuschuss gezahlt werden. „Wir müssen mit den Politikern, der Samtgemeinde und dem DRK im Gespräch bleiben, damit ein Umdenken entsteht“, machte Thomas Lebeus, 1. Sprecher der Elterninitiative, am Donnerstagabend im Gasthaus Krendel deutlich. Als Gast nahm neben vielen Eltern auch Holger Schulz, Wesendorfs zweiter stellvertretender Bürgermeister, teil. Alle ihm gestellten Fragen konnte und wollte er nicht beantworten. Er informierte aber, dass die Arbeit der Elterninitiative bereits einiges bewirkt habe. Der Kita-Ausschuss der Samtgemeinde befasst sich vermutlich am Donnerstag, 10. April, mit dem Antrag auf Schaffung einer zweiten Gruppe.

Die Elterninitiative ist sich einig, noch mehr Flagge zu zeigen. Sie will mit Politikern noch enger ins Gespräch kommen, eine Internetseite aufbauen und mit Flyern für die zweite Gruppe werben. Die Eltern, die bisher ihre Kinder in Teichgut unterbringen konnten, waren an dem Abend voll des Lobes vom Konzept der Bewegung. Kirsten Richter, Erzieherin im Bauernhofkindergarten, informierte, dass 40 Absagen in 2013 erteilt werden mussten und schon heute für 36 Kinder Anmeldungen vorliegen. Beim Aufnahmeverfahren spielen vergebene Punkte eine große Rolle. Dieses Punkteverfahren sei für viele Eltern oft sehr kompliziert. „Wenn wir eine Absage erteilt haben, kommen sie zu uns, um darüber zu sprechen“, sagte sie. Eine Mutter von drei Kindern brachte es an dem Abend auf den Punkt: „Politik, Samtgemeinde und DRK müssen sich neuen Konzepten einfach stellen. Warum wird der Bauernhofkindergarten teilweise noch als Konkurrenz empfunden und nicht als Bereicherung? Wir Eltern wollen doch so einen Kindergarten.“

Von Rüdiger Lange

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