Erst rollen Bagger, dann Züge

Umbaumaßnahmen an Bahnhöfen in Wahrenholz und Rötgesbüttel

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Ziel: der stündliche Takt im Zugverkehr zwischen Uelzen und Braunschweig. 

Wahrenholz. Im Stundentakt mit dem Zug gen Braunschweig fahren: für viele Nordkreisler ein schon lang gehegter Wunsch. Mehrere Baustellen sind allerdings bis dahin noch zu bewältigen.

„Für den Stundentakt von Braunschweig bis nach Gifhorn muss am Bahnhof in Rötgesbüttel ein Begegnungsgleis geschaffen werden“, erklärt Gisela Noske, Sprecherin des Regionalverbandes Großraum Braunschweig im IK-Gespräch. Und: „Für eine stündliche Anbindung des Nordkreises bis nach Wittingen oder sogar Uelzen müsste auf jeden Fall auch der Bahnhof in Wahrenholz ertüchtigt werden.“

Auf der eingleisigen Strecke zwischen Gifhorn-Stadt und Wittingen können sich Züge nur in Kreuzungsbahnhöfen begegnen, wie Noske ausführt. „Die aktuell möglichen Fahrzeiten zwischen den Kreuzungsbahnhöfen Wittingen, Wahrenholz und Gifhorn-Stadt ermöglichen keinen Stundentakt. Sie müssen daher verkürzt werden.“ Am Bahnhof Triangel besteht nach Angaben der Deutschen Bahn ebenfalls Baubedarf.

„Unser Ansinnen ist es, dass auf der gesamten Strecke der Stundentakt eingeführt werden kann“, erklärt Noske. Nun habe man mit den Bahnhöfen in Wahrenholz und Rötgesbüttel aber zwei Baustellen. „Wenn beide gleichzeitig fertig würden, wäre das natürlich optimal“, so die Sprecherin des Regionalverbandes. „Wenn aber Rötgesbüttel vor Wahrenholz fertig würde, dann würden wir auch erst nur mit dem südlichen Streckenabschnitt beginnen.“

Generell würde aber für beide Abschnitte noch die Genehmigung des Eisenbahnbundesamtes fehlen. Da das ursprüngliche Zieldatum bereits überschritten ist und der Regionalverband auch nicht alle Fäden allein in der Hand habe, sondern eben auf viele Genehmigungen angewiesen sei, sehe man von der Aufstellung eines neuen Zieldatums ab, wie Noske sagt. „Ändern können wir damit auch nichts.“

Von Dennis Klüting

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