Hoffnung auf gute Heideblüte besteht weiterhin

Trockenheit setzt dem Heiligen Hain zu: „Für die Heide sah es nicht gut aus“

Wird die Heide im Heiligen Hain dieses Jahr wieder blühen? Die Trockenheit könnte einen Strich durch die Rechnung machen.
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Wird die Heide im Heiligen Hain dieses Jahr wieder blühen? Die Trockenheit könnte einen Strich durch die Rechnung machen.

Betzhorn – Der trockene Mai und die vergangenen warmen Wochen haben es dem größten Heidegebiet im Landkreis Gifhorn nicht leicht gemacht. Sorge, dass die Heideblüte im Heiligen Hain in Betzhorn in Gefahr ist, haben die Experten nicht.

„Im Mai sah es für die Heide wirklich nicht gut aus“, berichtet Kultur- und Landschaftsführerin Christiane Salig. Zwar sei die Heide wenig anspruchsvoll, doch damit die Pflanze kräftig blühen kann, brauchen ihre Knospen im Mai viel Feuchtigkeit. Genau dann blieb der erhoffte Regen jedoch aus. Werden Heidefreunde dieses Jahr enttäuscht?

„In den letzten Wochen und Tagen kam einiges an Regen herunter. Es kann sein, dass sich die Heide etwas erholen konnte. Ich muss sie mir in den kommenden Tagen genauer anschauen. Zurzeit kann ich dazu nichts Konkretes sagen“, so Salig. So etwas wie zu viel Regen gebe es für die Heide übrigens nicht, meint die Expertin. Das habe mit der guten Durchlässigkeit des Sandbodens, auf dem die Heide wächst, zu tun.

Finden Wanderungen wieder statt?

Die Wanderungen durch den Heiligen Hain werden wie gewohnt stattfinden. „Wir hoffen, dass die Heide dann in guter Blüte steht“, so Jörn Pache, Geschäftsführer der Tourismusgesellschaft Südheide Gifhorn. Von August bis September kann das lila Blütenmeer dann von interessierten Einheimischen und Gästen aus der Umgebung bestaunt werden. „An der üblichen Uhrzeit und Länge von zwei Stunden wird sich nichts ändern“, so Pache.

Anders wird es für die Besucher sicherlich trotzdem sein. Wegen der geltenden Corona-Regeln muss während der Führung weiterhin der Mindestabstand von 1,5 Metern beachtet werden. „Das sollten wir am Heiligen Hain auch gut wahren können“, ist Salig zuversichtlich. „Selbstverständlich muss trotzdem eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden – von den Heideführern wie den Gästen“, erklärt Pache. Im Vergleich zum Vorjahr sollen spontane Besuche der Führungen nicht mehr möglich sein. „Letztes Jahr hatten wir 50 bis 60 Leute, die kurzfristig vorbeikommen sind“, berichtet Salig. „Dieses Jahr müssen sich Interessierte vorher anmelden.“

Die Heide muss gepflegt werden

Neben der Trockenheit ist die Pflege des Heidegebiets ein weiterer Dauerbrenner. Vertreter der Gemeinde Wahrenholz und des Landkreises Gifhorn hatten sich bereits um die Beseitigung von Gehölz gekümmert. „Sie haben vorne die Decken ausgerissen und den Birkenbesatz entkusselt“, erzählt Salig. Außerdem seien verwitterte Bänke durch neue ersetzt worden. Auch der obere, süd-östliche Teil des Heiligen Hains sei entkusselt worden. „Dort wurde die Heide gemäht, weil sie sonst verkahlt“, erläutert Salig. Wenn jetzt alles gut geht, kann sich die Heide ab August von ihrer schönsten Seite zeigen.

VON MARJANA MAIER

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