Samtgemeinde: Neue Verordnung erschwert Veranstaltungen in Kapellen

Wesendorf: Trauerfeiern nur im kleinsten Kreis

In der Wagenhoffer Friedhofskapelle dürfen nach wie vor Trauerfeiern mit bis zu zwölf Teilnehmern stattfinden. In vielen anderen Kapellen wurde die zulässige Teilnehmerzahl weiter verringert.
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In der Wagenhoffer Friedhofskapelle dürfen nach wie vor Trauerfeiern mit bis zu zwölf Teilnehmern stattfinden. In vielen anderen Kapellen wurde die zulässige Teilnehmerzahl weiter verringert.
  • Dennis Klüting
    vonDennis Klüting
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Trauerfeiern waren aufgrund der Corona-Pandemie schon länger nur mit eingeschränkter Teilnehmerzahl möglich. Die aktuellen Verordnungen verschärfen die Vorschriften in der Samtgemeinde Wesendorf noch.

Samtgemeinde Wesendorf – Bislang galten die vom Bauamt der Samtgemeinde Wesendorf kalkulierten Teilnehmerzahlen für die Friedhofskapellen.

„In die Groß Oesinger Friedhofskapelle passen normalerweise 180 Menschen, unter Corona-Bedingungen durften es bislang noch 32 sein“, erklärte Bauamtsmitarbeiterin Claudia Dolle. Nun wurden die Vorschriften verschärft: „Zulässig sind 10 Quadratmeter pro Besucher“, führte Dolle aus. Damit dürfen in Groß Oesingen nun noch lediglich 18 Menschen an einer Trauerfeier teilnehmen (siehe Infokasten). „Auch in der Schönewörder Kapelle sind normalerweise 110 Personen erlaubt, aktuell sind es nur noch 10“, so Dolle.

Generell hätten sich Trauerfeiern in der Corona-Zeit aus den kleineren Kapellen in die größeren verlagert. „Viele verzichten auch direkt auf eine Trauerfeier in einer Kapelle und gedenken direkt auf dem Friedhof“, sagte Dolle. Im Sommer habe es zudem deutlich weniger Beisetzungen gegeben, die Zahlen seien zum Winter hin aber wieder angestiegen. Überraschenderweise verzeichnete die Samtgemeinde Wesendorf im Corona-Jahr 2020 weniger Sterbefälle als in 2019 (das IK berichtete).

Bei Trauerfeiern ist aktuell das Singen sowie das Eintragen in Kondolenzbücher aus Gründen der Infektionsprävention nicht gestattet. Zudem müssen Sicherheitsabstände strikt eingehalten und während der gesamten Trauerveranstaltung eine medizinische Maske getragen werden.

Anders als in anderen Mitgliedsgemeinden wird der Friedhof in Wahrenholz nicht von der Samtgemeinde, sondern von der Kirche geführt. In Wahrenholz sind die Trauerfeiern aktuell auf zehn Personen beschränkt, wie Andrea Fromhage vom Kirchenvorstand auf IK-Anfrage erklärte. Weiterhin gelte das Hygienekonzept der Landeskirche Hannovers, das unter anderem nun auch das Tragen einer FFP2-Maske vorsehe. „Bis Ende Januar waren sich die Kirchen ja einig, auf Gottesdienste zu verzichten“, so Fromhage. „Jetzt muss man schauen, wie es weitergeht.“

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