Schwarze Unfallserie setzt sich fort: Autofahrer stirbt auf B 4 bei Mahrenholz

Tödliche Kollision mit Baum

Dieser Ford Mondeo prallte gestern Vormittag auf der B 4 bei Mahrenholz frontal gegen einen Baum. Der 51-jährig
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Dieser Ford Mondeo prallte gestern Vormittag auf der B 4 bei Mahrenholz frontal gegen einen Baum. Der 51-jährige Fahrer kam dabei ums Leben. Er ist kreisweit bereits der 18. Unfalltote in diesem Jahr und der fünfte innerhalb von nur zwölf Tagen.

Mahrenholz. Die Serie der tödlichen Verkehrsunfälle im Landkreis Gifhorn reißt nicht ab.

Gestern Vormittag kam auf der Bundesstraße 4 nördlich von Groß Oesingen erneut ein Autofahrer ums Leben – sein Wagen prallte auf schnurgerader Strecke frontal gegen einen Baum am Straßenrand. Der 51-jährige Fahrer aus Polen ist kreisweit bereits der 18. Unfalltote in diesem Jahr und zugleich der fünfte innerhalb von nur zwölf Tagen.

Nach Angaben der Polizei war der Unfallfahrer gegen 10.10 Uhr mit seinem Ford Mondeo in Richtung Gifhorn unterwegs. In Höhe von Mahrenholz kam das Auto aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab. Dabei fuhr es zunächst einen Leitpfahl auf dem Seitenstreifen um und prallte anschließend gegen den Baum. „Durch die heftige Kollision erlitt der Fahrzeugführer tödliche Verletzungen, er war vermutlich auf der Stelle tot“, erklärt Thomas Reuter, Sprecher der Polizeiinspektion Gifhorn. Der 49-jährige Beifahrer, ebenfalls aus Polen stammend, erlitt dagegen nur leichte Blessuren und wurde mit einem Rettungswagen ins Klinikum Gifhorn gebracht.

Nach Reuters Worten mussten Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Groß Oesingen und Wahrenholz den eingeklemmten Leichnam des 51-Jährigen mit einer hydraulischen Rettungsschere aus dem total zerstörten Pkw bergen. Der Verkehr wurde wechselseitig an der Unfallstelle vorbeigeführt. Auf der B 4 kam es daher auch nicht zu größeren Behinderungen.

Fünf tödliche Verkehrsunfälle innerhalb von nur zwölf Tagen lassen bei der Polizei Gifhorn die Alarmglocken schrillen. „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir so eine Häufung schon einmal hatten“, sagt Reuter auf IK-Anfrage. „Das war bereits der 18. tödliche Unfall in diesem Jahr. Das ist eine Zahl, die uns Sorge bereitet.“

Überhöhte Geschwindigkeit sei bei der gestrigen Baumkollision nicht im Spiel gewesen. „Es war eine Verkettung unglücklicher Umstände“, meint Reuter. Die Polizei versuche durch vielfältige Aktionen, die Unfallzahlen im Kreis Gifhorn zu senken. „Aber zahlreiche Unfälle können wir einfach nicht verhindern.“

Die schwarze Serie im Landkreis hatte am 10. Oktober begonnen, als eine 18-jährige Autofahrerin abends auf der B 244 zwischen Alt Isenhagen und Hankensbüttel einem Reh ausweichen wollte und gegen einen Baum prallte. Die junge Frau starb wenige Tage später im Krankenhaus. Am Nachmittag des 11. Oktober kam ein 30-jähriger Motorradfahrer nach dem Zusammenstoß mit einem Pkw zwischen Schneflingen und Teschendorf ums Leben. Und am frühen Morgen des 13. Oktober starben zwei 19-Jährige auf der L 289 bei Westerbeck, als ihr Auto von der Fahrbahn abkam und gegen einen Baum prallte.

Von Bernd Schossadowski und Bernd Behrens

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