Angebot soll auch für Nordkreis einfacher zu erreichen sein

Schwieriges Vorhaben: Tafel sucht Räume bei Wesendorf

Die Vorsitzende der Gifhorner Tafel, Edeltraud Sack, würde gerne das Angebot der Tafel auch im Bereich der Samtgemeinde Wesendorf anbieten.
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Die Vorsitzende der Gifhorner Tafel, Edeltraud Sack, würde gerne das Angebot der Tafel auch im Bereich der Samtgemeinde Wesendorf anbieten.

Wesendorf – Die Corona-Pandemie hat viele Menschen hart getroffen. Das merkt man auch bei der Gifhorner Tafel, wie die Vorsitzende Edeltraud Sack im IK-Gespräch erklärt.

„Das Angebot wird momentan stärker genutzt.“ Doch nicht alle bedürftigen Menschen haben es leicht, an das Angebot der Tafel zu kommen.

Weiter Weg für bedürftige Menschen

Denn aus der Samtgemeinde Wesendorf ist der Weg nach Gifhorn weit. Die Tafel liegt am Paulsumpf, hinter dem Hagebaumarkt. Für Menschen, die ohnehin auf die Tafel angewiesen sind, ist der Weg daher beschwerlicher. „Die meisten bilden Fahrgemeinschaften, um uns zu erreichen“, sagt Sack. Einige würden auch mit dem Bus anreisen. Ideal ist das Ganze jedoch nicht. Denn wer von Armut betroffen ist, hat nicht unbedingt die finanziellen Möglichkeiten, noch eine Fahrt zur Tafel auf sich zu nehmen.

Daher würde Sack eigentlich gerne eine Zweigstelle im Gebiet der Samtgemeinde Wesendorf aufmachen. Doch sie hat Schwierigkeiten, Räume dafür zu finden. Häufig stößt sie auf das gleiche Problem. Denn dann hieße es: „Das Angebot der Tafel finden wir nett. Aber nicht bei uns, bitte.“ Sie hat schon öfter Gespräche gesucht, um endlich etwas zu finden. Doch bisher gab es niemanden, der bereit war, der Tafel Räume anzubieten. „Wir brauchen nur das, alles andere kriegen wir schon hin“, meint Sack.

Voraussetzungen an die Räumlichkeiten

Natürlich müsste eine Zweigstelle gewisse Voraussetzungen erfüllen. Zum einen muss natürlich die Hygiene gewährleistet sein. Aber Kühlmittel und Stahlregale sind vorhanden. Ebenso müsse ein WC vor Ort sein, dass Gebäude muss barrierefrei zu erreichen sein. Ob die ehrenamtlichen Helfer alle den Weg in die Samtgemeinde Wesendorf auf sich nehmen würden, wisse sie nicht. Aber sicherlich könnte man vor Ort jemanden finden. An der Organisation werde es jedenfalls nicht scheitern, meint Sack. Da sieht sie die Gifhorner Tafel gut aufgestellt.

Sack kennt die Problematik jedoch schon: „In Gifhorn war das auch ein Kampf, bis wir jetzt hinter dem Hagebaumarkt eingezogen sind.“ Damals wurden ihr Räume in der Nähe der Flüchtlingsunterkunft angeboten – zwei Kilometer von der nächsten Bushaltestelle entfernt. Was natürlich nicht umsetzbar war.

Bedarf im Nordkreis ist durchaus da

Sack ist überzeugt: Im Nordkreis gibt es definitiv noch Bedarf. Der Landkreis weise eben ein wirtschaftliches Nord-Süd-Gefälle auf. Durch Corona habe sich die Lage noch einmal verschärft, gerade bei Kinderarmut.

„Die Bedürftigkeit ist da, das sieht man auch daran, wie viele Menschen den Weg zu uns suchen“, unterstreicht Sack. Daher wäre es ihr ein großes Anliegen, wenn sich in dem Bereich Wesendorf und Ummern eine Zweigstelle einrichten lasse. Damit bedürftige Menschen einen einfacheren Weg haben, das Angebot der Tafel zu nutzen. VON MAX A. MORRISON

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