Wesendorfer Samtgemeinde-Feuerwehr probt unter Atemschutz den Notfall

Auf der Suche nach den Opfern

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Mit einem Sprühstoß in die Luft soll zunächst die Temperatur getestet werden und dann der Brandherd abgekühlt werden.

Groß Oesingen. Dunkel, verraucht und heiß, so sieht es normalerweise vor Ort aus, wenn die Feuerwehr bei einem Hausbrand alarmiert wird. Am Sonnabend gab es dazu in Groß Oesingen die Übung. Die sind für alle Atemschutzgeräteträger der Samtgemeinde Wesendorf gedacht.

Thomas Wegmeyer erklärte am Samstag, wie der Trupp vorzugehen hat.

„Wir bieten das zweimal im Jahr an“, erklärte Thomas Wegmeyer, stellvertretender Samtgemeindeausbildungsleiter. Denn einmal pro Jahr eine Übung oder einen Einsatz unter schwerem Atemschutz ist Pflicht für die Feuerwehrleute, die als Atemschutzgeräteträger gemeldet sind. An zwei Stationen übten daher Feuerwehrleute aus allen sieben Ortswehren der Samtgemeinde. In Zweiertrupps ging es draußen darum, wie man sich mit dem Hohlstrahlrohr in ein Gebäude begibt.

Timo Schmelcke beaufsichtigte den Trupp bei seiner Suche nach dem „Vermissten“.

„Zunächst wird mit einem Sprühstrahl die Temperatur getestet“, erklärte Wegmeyer. Kommt das Wasser nach einem Sprühstoß nach oben wie der herunter, ist die Temperatur schon niedriger. Kommen keine Tropfen herunter, muss erst gekühlt werden. Meter für Meter robbten sich die Trupps vor und simulierten das Eindringen in ein brennendes Gebäude. Bei der zweiten Station ging es in den Keller des Gebäudes der LEVG an der Steinhorster Straße. Dort musste nach einer vermissten Person gesucht werden. Ausbilder Timo Schmelcke hatte den Dummy für jeden Trupp an einem anderen Ort versteckt. Statt Rauch behinderte eine Folie vor der Atemschutzmaske die Feuerwehleute beim Sehen. Auch hier ging es Meter für Meter mit Spitzhacke über den Boden auf der Suche nach Personen.

„Jeder Trupp hat etwa 20 Minuten Zeit, dann muss er abgelöst werden. Die Pressluftflaschen sind dann leer“, erklärte Schmelcke. Per Funk geben die Trupps außerdem ein genaues Bild von den Räumen nach draußen. „Wir üben zweimal im Jahr jeweils an einem anderen Ort“, erklärte Schmelcke. Diesmal hat uns die LEVG dankenswerterweise erlaubt, auf ihrem Gelände zu üben. Im letzten Jahr war die alte Schmiede in Wahrenholz, die abgerissen wurde, ideal dafür.“ Außer einem Einsatz oder einer Übung müssen alle AGT-Träger alle drei Jahre zur medizinischen Untersuchung, ab 50 Jahre jedes Jahr, erklärte Schmelcke. „Das ist umfangreicher als jede Vorsorgeuntersuchung.“

Von Burkhard Ohse

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