Knesebeckerin fordert anderen Platz für Anlage / Kabrodt weist Kritik zurück

Streit um Skater-Standort

Karin Schönfisch am Skater-Platz. Jugendliche kamen nicht zu dem Foto-Termin. Foto: Wilke

Knesebeck. Steht die Knesebecker Skater-Bahn am richtigen Standort? Karin Schönfisch findet: nein.

Die Knesebeckerin, in den 90er Jahren mal Ortsratsmitglied, unterstützt nach eigenem Bekunden eine Gruppe von acht bis zwölf Jugendlichen, die sich für einen Ortswechsel einsetzen.

Zurzeit befindet sich die Anlage am Ende der Straße am Strandbad. „So kann sie nicht benutzt werden“, findet Schönfisch. „Gleich dahinter ist eine nicht einsehbare Kurve, und da ist einiges an Verkehr.“ Der frühere Standort auf dem Parkplatz am Schützenplatz sei besser gewesen.

Schönfisch verweist auf eine Unterschriften-Aktion, die Ende 2011 auf den Weg gebracht worden sei. Ergebnislos, wie sie findet – weder aus dem Ortsrat noch von der Stadt sei eine zufriedenstellende Rückmeldung erfolgt. Es könne aber doch „keine große Herausforderung sein, einen geeigneten Platz zu finden“.

Ortsbürgermeister Heinz-Ulrich Kabrodt Kabrodt weist den Vorwurf zurück. Die Anlage sei nach der Unterschriftenaktion dorthin gekommen, wo sie jetzt ist. Dies sei auch die einzige ausreichend große und feste Fläche im Ort, die dafür in Frage komme. Am Schützenplatz habe die Anlage nicht bleiben können, weil es dort im Zusammenhang damit zu Beschädigungen an Autos gekommen sei.

Am jetzigen Standort an der Badeanstalt könne die Skateranlage seit Spätsommer benutzt werden, so Kabrodt. Dahinter komme nur ein Wirtschaftsweg, da sei „nicht viel Verkehr“. Ein zwischenzeitlich genutzter Platz in derselben Straße, einige Meter weiter Richtung Gifhorner Straße, sei vom Landkreis als Verkehrsbehörde nicht gutgeheißen worden.

Kabrodt wundert sich, dass Kritik am Status quo nicht aus den Reihen der Jugendlichen selbst kommt. Offenbar sei die Sache wohl nicht so wichtig. Zur Sitzung des Ortsrates, in der der Beschluss über den Standort fiel, sei trotz Einladung auch keiner der Betroffenen gekommen.

Schönfisch sagt, die Jugendlichen selbst „wollen sich nicht mehr äußern“. Diese hätten in Knesebeck keine Lobby. Sie findet, dass ein anderer Platz her müsse, auch wenn sich aktuell niemand von den Heranwachsenden beschwere: „Es wird ja künftig wieder neue Jugendliche geben, die die Anlage nutzen wollen.“

Von Holger Boden

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