Gefährliche Ecken: Mit der Fahrschule in der Samtgemeinde Wesendorf unterwegs

Straßenführung fest im Blick

Melanie Claus (links) lernt bei der Fahrschule Radke. Inhaber Uwe Radke zeigt seinen Schülern die gefährlichsten Stellen in der Samtgemeinde Wesendorf. Foto: Scholz

Wesendorf. Fahre vorausschauend, rechne mit den Fehlern anderer – diese Sätze kennt wohl jeder Fahrschüler.

Die Fahrschule dient aber nicht nur dazu, die Regeln des Straßenverkehrs zu vermitteln, sondern sie hat auch einen nützlichen und wichtigen Nebeneffekt: Der Fahrlehrling lernt die gefährlichsten Ecken und Stellen im Straßenverkehr kennen und weiß, wo eine besondere Vorsicht geboten ist. Darauf wird Wert gelegt.

So auch in der Fahrschule von Uwe Radke aus Wesendorf. „Eigentlich passieren innerorts, also in Wesendorf, hauptsächlich Unfälle, bei denen die Rechts-vor-Links-Regel nicht eingehalten wurde oder Unfälle im Abbiegeverkehr“, weiß Radke, der bereits seit 28 Jahren als Fahrlehrer arbeitet. Er kennt die gefährlichen Ecken Wesendorfs und Umgebung genau.

„In Wesendorf sind vor allem auch die zahlreichen Radwege zu beachten. Beim Abbiegen vergisst man häufig, dass ein Radweg kreuzt“, erzählt Radke. Die Fahrt geht los. Von Wesendorf nach Westerholz. Da gibt es schon die erste zu beachtende Stelle: der Verkehrsspiegel in der Mitte des Dorfes. „Dieser Spiegel steht nicht ohne Grund dort. Die Sicht ist hier stark eingeschränkt. Ein sich näherndes Auto ist erst sehr spät zu entdecken. Ein Blick in den angebrachten Verkehrsspiegel hilft“, zeigt Radke auf.

Weiter geht es in Richtung Hasenberg. „Der war mal ein Diskussionspunkt, denn bis vor kurzem war dort Tempo 70 erlaubt. Das erachte ich als zu schnell. Die jetzige Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Stundenkilometer ist absolut notwendig gewesen“, erzählt der Fahrlehrer. Die Fahrt geht weiter. „Diese Kreuzung hier bei Teichgut in Richtung Wahrenholz sollte ein Fahrer auch genau im Auge behalten. Gerade eine Sonneneinblendung macht Schwierigkeiten. Der von rechts kommende Verkehr wird sehr spät wahrgenommen“, erklärt Radke. Darüber hinaus störe häufig die A-Säule und behindere die Sicht. Hier empfiehlt der Fahrlehrer, in der Mitte der Straßenkreuzung noch einmal einen Blick nach rechts zu werfen, um ganz sicher zu gehen, dass tatsächlich kein weiterer Verkehrsteilnehmer kommt.

Eine weitere zu beachtende Kreuzung ist jene an der Bundesstraße 4 in Richtung Ummern. „Hier kann man die Kreuzung eigentlich gut einsehen, doch häufig werden die Senke sowie die Sonneneinblendung unterschätzt. Es kommt zu einem Unfall“, weiß Radke aus Erfahrung. Auch die darauf folgende „Krümme-Kreuzung“ an der B 4 aus Wesendorf kommend und in Richtung Wagenhoff fahrend, ist ein Problemfall.

Generell gilt, so Radke, dass jeder Verkehrsteilnehmer sorgsam fahren sollte. Häufig sind Unfallschwerpunkte auch jahreszeitbedingt. „Gerade in dieser dunklen und kalten Jahreszeit gilt es, die Straßenführung im Blick zu haben, mit einer angepassten Geschwindigkeit zu fahren und so das Gefahrenpotenzial zu minimieren“ appelliert Radke. An der Bundesstraße 4 liegen viele Waldgebiete. Auf den Wildwechsel sei aufzupassen. „Das bringt die ländliche Region mit sich. Eigentlich spielt es keine Rolle, ob man auf dem Land oder in der Stadt fährt. Es gelten die gleichen Regeln und jeder muss aufmerksam sein“, sagt Radke.

Von Maike Scholz

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