Experte Hans-Jürgen Behrmann rettet drei Tiere vor dem sicheren Tod aus dem Nest

Storchenalarm in Westerholz

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Nach der Rettungsaktion zeigten sich Jürgen Meyer (v.l.) mit dem siebenjährigen Enkel Mick, Storchenbeauftragter Hans-Jürgen Behrmann und zwei weitere Helfer zufrieden mit dem Einsatz.

oll Westerholz. In Westerholz war Storchenalarm angesagt. „Scheinbar durch den Mangel an Futter erlernten die drei Jungstörche im Nest am Dorfplatz das Fliegen nicht und damit auch nicht die Fähigkeit zur Aufnahme von Futter in freier Natur“, so der Storchenbeauftragte Hans-Jürgen Behrmann.

Und deswegen sollten die Jungstörche am Dienstagmorgen um 8 Uhr mit einem Steiger der LSW aus dem Nest geholt werden.

Die Störche schlüpften am 18. Mai und sind von der körperlichen Struktur her scheinbar noch gesund. Doch das Fliegen lernten sie einfach nicht, sagt Landwirt Heinrich Meyer, der das Nest stets gut betreute und sich um den Nachwuchs Sorgen machte, weil das Gefieder größere Lücken aufzeigte. Auch Sohn Jürgen betonte, dass die Jungstörche wegen Nahrungsmangel sicher irgendwann aus dem Nest gestürzt wären.

Futtermangel kann ein Grund für die Flugunfähigkeit sein, betonte auch Behrmann, der mit der Rettung ungewollte Bruchlandungen – eventuell auch mit Todesfolge – vermeiden möchte. Doch bei der Rettungsaktion waren die drei Jungstörche so aufgeregt, dass sie sich hintereinander in die Tiefe stürzten und zwei von ihnen auf Meyers Hof landeten und sofort eingefangen werden konnten. Der jüngste von ihnen kam noch etwas weiter und landete südlich der Hofstelle auf einer Wiese und konnte auch dort sofort in Sicherheit gebracht werden.

Damit ist den drei Jungstörchen zunächst einmal das Leben gerettet worden. Sie wurden in das Artenschutzzentrum nach Leiferde gebracht und sollen dort aufgepeppelt werden, damit das Gefieder hoffentlich nachwächst und auch sie irgendwann einmal ihre Kreise über Westerholz ziehen können.

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