Schulhund Bo begeistert Wesendorfer Schüler

Sozialpädagoge auf vier Pfoten

Schulhund Bo gibt Pfötchen.
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Podenco-Mischling Bo hat an der Oberschule Wesendorf schon viele Freunde gefunden. Seit dieser Woche ist er dort Schulhund.
  • Dennis Klüting
    vonDennis Klüting
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Wesendorf – Seit dieser Woche hat das Team der Oberschule Wesendorf Verstärkung bekommen: Schulhund Bo wird in der sozialpädagogischen Arbeit eingesetzt – und kommt bei den Kindern natürlich wahnsinnig gut an.

„Als ich Bo mit in die Pausenaufsicht genommen habe, hatte ich direkt einen Pulk um mich herum“, sagt Ricarda Dieckmann lachend. Die Sozialpädagogische Mitarbeiterin ist Bos Halterin. „Natürlich muss ich auch darauf achten, dass es Bo nicht zu viel wird.“ Aus diesem Grund ist der Startzeitpunkt günstig, wie Schulleiterin Katja Wölfer erklärt: „Aktuell sind eben nicht alle Schüler präsent, dadurch ist es ruhiger.“ Wölfer hatte an anderen Schulen den Einsatz von Schulhunden gesehen und war von dem Konzept begeistert. Sie hatte sofort an den zweijährigen Podenco-Mischling gedacht, der ist mit seinem ruhigen, verschmusten und aufgeschlossenen Wesen sehr für diese Aufgabe eignet. „Am liebsten hätte ich die Ausbildung auch direkt mitgemacht“, sagt Wölfer. „Dafür ist sie dann aber doch zu kostspielig.“

So absolvieren Bo und Dieckmann gerade gemeinsam die theoretische und praktische Ausbildung in 200 Stunden und sind hinterher ein zertifiziertes „Schul- und Lern-Begleithunde-Team“. Zwar verzögert sich die Ausbildung durch die Corona-Einschränkungen etwas, soll aber bis Jahresende abgeschlossen sein. „Und es ist ja eben auch vorgesehen, dass Bo auch schon während der Ausbildung in der Schule eingesetzt wird“, erklärt Dieckmann.

Bo soll ganz vielseitige Aufgaben in der Schule wahrnehmen: „Er kann hervorragend Kontakt schaffen zu Schülern, die sonst eher verschlossen sind“, führt Dieckmann aus. „Auch bei schwierigen Kindern erleichtert er die Kommunikation.“ Bo sei ein Türöffner, eine Brücke und emotionale Stütze. „Mit seiner vorbehaltlosen Zuneigung schafft er Nähe bei den Kindern – eine ganz tolle positive Bestärkung.“ Zudem sorge Bo dafür, dass die Kinder schnell und eigenständig Verantwortung übernehmen – als es ihm etwa zu laut wurde und er die Ohren angelegt hatte, seien die Kinder ganz von allein leiser geworden. Pausen mit Bo können beispielsweise auch eine Belohnung sein. Und auch bei der Aktion „Lesen macht stark“ kann Bo mithelfen. „Kinder, die sich nicht trauen, vor allen zu lesen, können mit Bo üben“, sagt Wölfer.

Zwar kann Bo auch mal im Unterricht vorbeischauen (etwa in Biologie-Stunden), meist ist er aber in Dieckmanns Büro zu finden. „Hier hat er eine eigene Ecke“, sagt Dieckmann. Das ist wichtig, falls Kinder eine Allergie oder Angst haben. Zudem kann Bo auch direkt aus dem Büro in den Innenhof nach draußen.

Bo scheint sich in der Schule sehr wohlzufühlen und freut sich immer, wenn seine vielen neuen Freunde ihn besuchen kommen.

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