Ummeraner Bauausschuss will Förderung von 87,5 Prozent nutzen

Sieben barrierefreie Haltestellen

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Der Ummeraner Bauausschuss empfahl in seiner letzten Sitzung den Ausbau von sieben barrierefreien Bushaltestellen. Unter anderem soll das Wartehäuschen in der Ortsmitte mit einer transparenten Scheibe ausgestattet werden.

Ummern. Die Gemeinde Ummern will den barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen in Angriff nehmen. Daher beschäftigte sich der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung mit den Gestaltungsmöglichkeiten.

Arnold Laukart vom Planungsbüro Schulze und Partner stellte den Ausschussmitgliedern daher die Möglichkeiten an den einzelnen Haltestellen vor.

So soll die Fachwerkoptik der Bushaltestelle in der Ortsmitte erhalten bleiben, das Fachwerk aber durch eine transparente Scheibe ersetzt werden. „Damit die Fahrer erkennen können, dass dort auch Fahrgäste warten“, erklärte Laukart. Die Haltestelle könne über die volle Länge von 18 Metern ausgebaut werden.

Die Haltestelle Trauerberg soll auf der Ostseite eine Verkehrsberuhigung erhalten, die einen Meter auf die Fahrbahn ragt. „Die Straße ist wohl eine Rennstrecke“, sagte Laukart. „Aber ob das zur Entschleunigung ausreicht, weiß ich nicht. Da müsste man eventuell mehr machen.“ Diese Variante wurde vom Ausschuss nicht ganz unkritisch gesehen: „Das lohnt sich doch nicht“, „das behindert den landwirtschaftlichen Verkehr“, und „da fahren sowieso nur Anleger“ wurden als Einwände angeführt.

Die Haltestelle Pollhöfen kann auf der Südseite nur verkürzt auf einer Länge von 12 Metern ausgebaut werden. „Außerdem gibt es da das Tor eines Anliegers, da könnte es Schwierigkeiten mit der Höhe der Borde geben.“ Verwaltungsvertreter Marc Bludau konnte ihn beruhigen: „Das ist mit dem Anlieger geklärt. Er nutzt das Tor eh nicht so häufig und will dann etwas unterlegen.“ Für das neue Wartehäuschen dürfe das Grundstück des Anliegers ebenfalls genutzt werden.

Laukart empfahl, die Haltestellen Steinberg und Kiebitzmoor nicht auszubauen, da diese nur sehr schwach frequentiert würden.

Pro Jahr dürften Zuschüsse für bis zu acht Haltestellen beantragt werden. Die Landesnahverkehrsgesellschaft übernimmt 75 Prozent, der Regionalverband Großraum Braunschweig noch einmal 12,5 Prozent. „Solange noch so gefördert wird, sollte man das auf jeden Fall machen“, so Laukart. Es habe Gemeinden gegeben, die Haltestellen umgebaut hätten, bevor der Regionalverband die zusätzliche Förderung angeboten hatte. Diese würden sie nun nicht mehr rückwirkend erhalten. Bei einer Antragstellung in diesem Jahr rechnet Laukart mit einem Bescheid im Februar 2019, die abschließende Schlussrate müsste im Mai 2020 fließen.

Der Bauausschuss empfahl einstimmig, einen Förderantrag für sieben Haltestellen zu stellen. Ausschussvorsitzender Holger Tietje merkte an, dass man auch dringend die Beleuchtung der Haltestellen im Auge behalten solle. „Da warten ja auch Schulkinder.“

Von Dennis Klüting

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