Gemeinde nimmt barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen in Angriff / Auch Fahrbahn der B 4 soll erneuert werden

Ab September wird saniert

Die Bushaltestelle „Ortsmitte“ ist die erste von vier Haltestellen, die die Gemeinde Wesendorf im zweiten Halbjahr barrierefrei ausbauen lässt. Die Arbeiten sollen im September beginnen.

Wesendorf. Der barrierefreie Umbau von Bushaltestellen beschäftigt die Gemeinde Wesendorf im zweiten Halbjahr besonders. Denn dann sollen die Planungen für vier Haltestellen mit jeweils zwei Haltepunkten realisiert werden (das IK berichtete).

Nun wurde der Ablauf konkretisiert.

So bietet die Verkehrsgesellschaft Landkreis Gifhorn (VLG) bereits Niederflurfahrzeuge an – die darauf angepassten erhöhten Borde und barrierefreien Haltestellen fehlen jedoch noch. „Das Personenbeförderungsgesetz schreibt vor, dass die Belange der in ihrer Mobilität oder sensorisch eingeschränkten Menschen mit dem Ziel zu berücksichtigen sind, für die Nutzung des ÖPNV bis zum 1. Januar 2022 eine vollständige Barrierefreiheit zu erreichen“, teilt Wesendorfs Bürgermeister Holger Schulz mit. „Daraus besteht für die Gemeinde allein aus allgemeinen gesellschaftlichen Gründen eine Pflicht, diesen gesetzlichen Vorgaben nachzukommen.“

Der Rat der Gemeinde hat daher entschieden, die Bushaltestellen im Gemeindegebiet sukzessive barrierefrei aus- und umzubauen. Insbesondere Personen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt und etwa auf Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind, aber auch Eltern mit Kinderwagen sollen so künftig die Busse ohne besondere Erschwernisse oder fremde Hilfe nutzen können.

In diesem Jahr werden die Haltestellen „Krötelberg“, „Ortsmitte“ (am Edeka-Markt), „Kirche“ und „Blumenstraße“ (am Schützenhaus) entlang der Gifhorner Straße und der Alten Heerstraße umgebaut. In den Folgejahren stehen weitere Ausbaumaßnahmen an. Nachdem die Ausbaumaßnahmen nunmehr ausgeschrieben wurden, konnte auch der konkrete Ablauf vereinbart werden: Es geht los mit der Haltestelle in der Ortsmitte. Der Baubeginn ist für Mitte September vorgesehen. Für jeden Haltepunkt ist mit einer Bauzeit von etwa drei Wochen zu rechnen.

Für die Umbaumaßnahmen erfolgt jeweils eine halbseitige Sperrung der Straße, der Verkehr wird über eine Ampel geregelt. Insbesondere zu den Berufspendelzeiten kann es zu Verkehrsbehinderungen innerhalb der Ortsdurchfahrt kommen. Seitens der Gemeinde wird daher bei allen Verkehrsteilnehmern um Verständnis und Rücksichtnahme gebeten.

Außerdem plant die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr eine Sanierung der Fahrbahn der Bundesstraße 4 zwischen Krümmesiedlung und Ummerscher Kreuzung. Dies erfolgt unter Vollsperrung der B 4. Der Verkehr wird über Wesendorf umgeleitet: über die L 284 (Celler Straße) und die K 7 (Gifhorner Straße). „Diese Maßnahme wird sich jedoch mit den Umbauarbeiten an den Bushaltestellen nicht überschneiden“, versicherte Schulz. Beide Maßnahmen werden derart aufeinander abgestimmt, dass nicht gleichzeitig eine Umleitung des B4-Verkehrs über Wesendorf und eine halbseitige Sperrung, etwa der Gifhorner Straße erfolgt.

Von Dennis Klüting

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