Bürgermeister wirbt für Hand- und Spanndienste / Alte Kneipe soll abgerissen werden

Seniorendienst für Steinhorst

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Die Gemeinde möchte die ehemalige Gastwirtschaft am Einmündungsbereich von Celler und Metzinger Straße abreißen.

Steinhorst. „Gemeinsam sind wir stark für Steinhorst“, gab Bürgermeister Wilhelm Hasselmann die Losung bei der Bürgerversammlung aus.

Mehr als 40 interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger waren ins Gasthaus „Da Mario“ gekommen, um sich informieren zu lassen, was im vergangenen Jahr in der Gemeinde Steinhorst anstand und was für dieses Jahr geplant ist.

In den vergangenen zwölf Monaten seien einige wichtige Beschlüsse zum Wohle der Bürger umgesetzt worden. Der Bürgermeister erinnerte daran, dass die ärztliche Versorgung im Ort mit finanzieller Startilfe der Gemeinde wieder hergestellt werden konnte. Wie berichtet, wurden 50 000 Euro ausgegeben.

„Ohne Arzt im Ort ruht das Dorfleben, und ohne Arzt kränkelt die heimische Wirtschaft, deshalb mussten wir für die Anwerbung Geld aus der Gemeindekasse investieren“, machte der Bürgermeister deutlich.

Für das „Haus der Gemeinde“ sei man immer noch auf der Suche nach Nutzern und Investoren, um das historische Gebäude mittel- und langfristig weiter betreiben zu können. „Und nach 40 Jahren hat das Gemeindebüro von innen eine neue Wandfarbe bekommen“, gab Hasselmann bekannt. Die Sanierungsarbeiten weiteten sich jedoch aus, weil beim Streichen an machen feuchten Stellen der Putz abfiel.

Hasselmann freute sich, dass die Badeanstalt, die einen jährlichen Zuschussbedarf von 7000 Euro habe, von zahlreichen Gästen genutzt werde.

Auch gab er gegenüber der Versammlung bekannt, dass sich der Gemeinderat für den Bau der geplanten A 39 von Braunschweig nach Lüneburg einstimmig einsetze. „Vielleicht können wir ja den einen oder anderen Betrieb nach Steinhorst oder Umgebung holen“, unterstrich Hasselmann, beklagte jedoch, dass die Stilllegung der Bahnstrecke von Celle nach Wittingen im Gespräch sei. Wenn das wirklich geschehen sollte, werde der Ort an den Rand gedrängt und werde für den einen oder anderen Investor oder Gewerbetreibenden unattraktiv.

„Auch für die Zukunft wird in den Ort und seine Mitbürger investiert“, erklärte der Bürgermeister. Geplant sei der Kauf eines Grundstückes, um ein marodes Gebäude im Ortskern zu entsorgen. Die Rede ist von einer ehemaligen Gastwirtschaft, bei der Teile des Daches bereits eingestürzt sind (das IK berichtete). Die möglichen Kosten werden auf rund 50 000 Euro geschätzt.

Vorstellen kann sich der Bürgermeister dort im Bereich der Straßeneinmündungen von Celler Straße und Metzinger Straße eine Grünfläche anlegen zu lassen. Ob die Straßeneinmündungen neu gestaltet werden kann, darüber muss sich der Rat aber noch Gedanken machen (das IK berichtete).

Hasselmann dankte allen örtlichen Vereinen, Verbänden, Institutionen und Organisationen für ihr Engagement. „Unsere Kinder und Jugendlichen sowie unsere Senioren brauchen diese Vereine. Ohne sie wäre die Gemeinde samt Verwaltung handlungsunfähig“, betonte der Bürgermeister.

Er forderte die Versammlung auf, einen „Seniorendienst“ für leicht zu erledigende Arbeiten zu gründen. Der Anfang sei gemacht. Wolfgang Vogler und Hans Kohn stellten sich zur Verfügung. Als erste handwerkliche Maßnahme werden die Spielgeräte auf dem Schulhof mit Holzschutzlasur gestrichen. Wer sich ehrenamtlich engagieren möchte, kann Kontakt mit dem Bürgermeister aufnehmen.

Von Walter Manicke und Thomas Frankewitsch

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