Wesendorf: Gemeinderat fasst „endgültigen“ Beschluss / SoVD mit Ergebnis nicht einverstanden

Aus für die Senioren-Sportgeräte

Outdoor-Sportgeräte für Senioren wird es nach Beschluss des Gemeinderates in Wesendorf nicht geben. Der SoVD ist nicht erfreut.
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Outdoor-Sportgeräte für Senioren wird es nach Beschluss des Gemeinderates in Wesendorf nicht geben. Der SoVD ist nicht erfreut.
  • Dennis Klüting
    VonDennis Klüting
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Wesendorf. Nach langem Hin und Her erteilte der Gemeinderat Wesendorf eine klare Absage zur bereits beschlossenen Aufstellung von Senioren-Sportgeräten.

Nur drei Gegenstimmen aus der CDU-Fraktion sprachen sich für die Aufstellung aus, neun Ratsmitglieder von SPD und WGW befürworteten den Schlussstrich unter dem umstrittenen Thema.

Denn ein solcher soll es sein, sieht der Beschluss doch vor, endgültig von einer Aufstellung abzulassen. Diese war eigentlich bereits vor zwei Jahren beschlossen worden, über einen geeigneten Ort konnte sich allerdings nicht geeinigt werden.

Der SoVD Wesendorf ist mit dieser Entscheidung nicht einverstanden. „Einfach unmöglich“, findet der Vorsitzende Peter Kraemer diesen Beschluss im IK-Gespräch. Die Bewohner der Seniorenresidenz könnten seiner Meinung nach diese Sportgeräte gut gebrauchen: „Die leben dort etwas zurückgezogen, so könnte man sie von der ‘Insel’ locken und es vereinfachen, Kontakte zu knüpfen. Dass die Geräte nun ersatzlos wegfallen sollen, will er so nicht hinnehmen. „Wir werden uns kurzfristig zusammensetzen und beraten, was genau wir da unternehmen“, so Kraemer.

„Aber das lassen wir uns nicht so einfach gefallen.“ Er findet, dass der SoVD dazu durchaus nochmal eine Aktion durchführen müsse. „Für ein Multifunktionsfeld werden 80 000 Euro ausgegeben, aber für die Senioren 17 000 Euro auszugeben sei Steuerverschwendung? Nichts gegen die Jugend, aber hier stimmen die Relationen einfach nicht“, ärgert sich Kraemer. „Der demografische Wandel zieht auch an Wesendorf nicht vorbei, da muss man auch mal etwas Geld für die Senioren in die Hand nehmen.“

Die von Gemeindedirektor Holger Schulz (SPD) erwähnte Idee, den Spielplatz an der Parkstraße zugunsten von Baugrundstücken in die „Grüne Lunge“ zu verlegen, fand er problematisch. „In der Residenz leben auch kranke Menschen“, betont Kraemer. „Das könnte Schwierigkeiten geben.“ Ein Kompromiss aus Spielplatz und Sportgeräten sei laut Kraemer aber vorstellbar.

Von Dennis Klüting

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