Im Winkel wird erst später erneuert / Am Kamp fehlen Steine

Schönewörde: Ein Baustopp und eine Verschiebung

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Die Bauarbeiten in der Straße Am Kamp sind in vollem Gange, wie Bürgermeister Gerald Flohr berichtete. Da die Pflastersteine aber noch fehlen, muss ein zweiwöchiger Baustopp eingelegt werden.

Schönewörde – Eigentlich wollte die Gemeinde Schönewörde die Straße „Im Winkel“ schon in diesem Jahr erneuern – unter Erhebung von Anliegerbeiträgen und mit Fördermitteln aus der Dorferneuerung.

Doch das Vorhaben wird doch noch nicht realisiert, wie der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstagabend einstimmig beschlossen hat. Stattdessen soll ein neuer Förderantrag für das nächste Jahr gestellt werden.

Denn bei der Ausschreibung der Arbeiten hatten zwar sechs Unternehmen die Unterlagen angefordert, aber nur zwei hatten jeweils ein Angebot abgegeben. Und auch das günstigere lag 44 Prozent über der Vorkalkulation. „Und dabei wurde diese bereits um 20 Prozent zum Vorjahreswert erhöht“, erklärte Bürgermeister Gerald Flohr in der Sitzung.

Dieser Anstieg fällt noch höher aus, wenn man bedenkt, dass die Mehrkosten nicht gefördert und damit vollständig von der Gemeinde und den Anliegern getragen werden müssen. So würde der Anliegeranteil laut Flohr von insgesamt 15.000 Euro auf 42.600 Euro anwachsen. „Das ist ein Ausmaß, das sich fast unsittlich anhört“, sagte der Bürgermeister. „Natürlich kann das auch mit der Auslastung der Firmen zusammenhängen.“ Die Auffassung, dass dies nicht mehr im Rahmen der Wirtschaftlichkeit liege, vertrat auch der Gemeinderat, sodass die Ausschreibung zurückgezogen wurde. Es soll ein neuer Förderantrag für das kommende Jahr gestellt werden. „Natürlich besteht auch die Gefahr, dass wir keine Förderung mehr bekommen“, räumte Flohr ein. „Aber zu diesen Konditionen können wir das einfach nicht machen.“ Er habe mit den Anliegern gesprochen, die Straße ist befahrbar. „Wir müssen sie im Blick behalten, und sie wird definitiv in den nächsten Jahren gemacht werden müssen“, ist Flohr überzeugt. „Aber nicht in diesem Jahr und nicht zu diesem Preis.“

Die Arbeiten an der Straße „Am Kamp“ seien unterdessen in vollem Gange. „Da geht es an sich gut voran“, so der Bürgermeister. Dennoch wird es in den nächsten zwei Wochen zum Baustopp kommen müssen. Die Pflastersteine, die bereits direkt bei der Vergabe der Maßnahme bestellt wurden, hätten erst gefertigt werden müssen. „Nun mussten sie gerumpelt werden, um scharfe Kanten abzustoßen“, so Flohr. „Danach müssen sie zwei Wochen liegen.“ Daher die Verzögerung. „Das ließ sich leider nicht vermeiden, die Steine liegen nicht auf Lager.“

VON DENNIS KLÜTING

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