Fläche zur Windenergienutzung zwischen Wahrenholz und Westerholz wird verändert

Schmaler Streifen und Erweiterung

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Die bestehende Fläche für Windenergienutzung zwischen Wahrenholz und Westerholz wird mit der dritten Offenlegung um etwa zehn Hektar verkleinert. Damit sollen Mindestabstände gewahrt und keine weiteren Windräder dort entstehen können. Anders sieht es aber auf der Erweiterungsfläche aus.

Wahrenholz/Westerholz/Wesendorf. Die Windenergiefläche GF 4 zwischen Wahrenholz, Westerholz und Wesendorf soll eine Erweiterung bekommen, selbst aber verkleinert werden. Die Bestandsfläche wird um rund zehn Hektar verringert.

„Die bestehende Fläche GF 4 wird zu einem schmalen Streifen reduziert, um den Abstand zu den Siedlungsgebieten sicher zu stellen“, erklärte Ernst Pape, stellvertretender Bürgermeister von Wahrenholz.

Er hatte sich selbst gerade erst in die Unterlagen zur dritten Offenlegung der ersten Änderung des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) eingelesen, nach der die Bestandsfläche verkleinert wird. „Der Abstand der Fläche zu den Einzelhäusern wird vergrößert, weitere Windräder werden dort nicht mehr aufgestellt werden können“, so Pape. Der tatsächliche Abstand der Wohnhäuser zu den Windrädern wird von der Änderung natürlich nicht geändert: Er liegt mit 580 Metern deutlich unter den Mindestanforderungen.

Anders sieht es bei der Erweiterungsfläche aus, die in einem Dreieck zwischen Wahrenholz, Westerholz und Wesendorf entstehen soll. „Wieviele Windräder letztendlich dort entstehen können, ist Verhandlungssache zwischen dem Investor und dem Landkreis Gifhorn“, sagte Gisela Noske, Pressesprecherin des Regionalverbands Großraum Braunschweig.

Die Erweiterungsfläche rückt nah an Wahrenholz heran. „Es wurde so kalkuliert, dass der Abstand zu den Windrädern immer noch 1000 Meter beträgt und wir noch ein oder zwei Bautiefen frei haben, wenn wir uns in diese Richtung ausbreiten möchten“, erklärte Pape. Der stellvertretende Bürgermeister sagte schmunzelnd: „Eine Zusammenlegung von Wahrenholz, Wesendorf und Westerholz zu einer großen Stadt wird durch die Erweiterungsfläche verhindert.“ Pape wurde wieder ernst. „Eine aktuelle Einschränkung für Wahrenholz sehe ich nicht. In der Zukunft? Durchaus möglich.“

Der Regionalverband hat die Änderung des Regionalen Raumordnungsprogramms geplant und will darüber in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 9. August, um 17.30 Uhr im Braunschweiger Rathaus diskutieren.

Von Dennis Klüting

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