Quadrennen über 4 Stunden und 20 Minuten lockt viele Zuschauer / „Speedy Gonzales“ das Siegerteam

Die Schlammschlacht von Wesendorf

Die Siegerteams bei der abendlichen Siegerehrung. Mensch und Maschinen wurde viel abverlangt. Fotos: Behrens

bb Wesendorf. Das einjährige Bestehen des Offroad-Parks in Wesendorf wurde am Sonnabend mit einem Quadrennen über 4 Stunden und 20 Minuten groß gefeiert. Mit dem Le Mans-Start um 13 Uhr gingen 18 Quads auf den 800 Meter langen Rundkurs.

„Bis zu 40 Quads hätten wir zugelassen“, meint Pressesprecher Marko Lehner.

Am Vormittag erfolgte die technische Abnahme der Quads. Denn die Sicherheit ist oberstes Gebot. Die Fahrer müssen einen Schutzhelm tragen und eine Fahne am Heck ist Pflicht. Das Mindestalter ist sechs Jahre, der Älteste war 58 Jahre. Ausgeschrieben war das Rennen für Fahrzeuge mit 50 Kubikzentimetern Hubraum und maximal 12 PS. Eine Boxengasse für die Mechaniker, zum Tanken und Fahrerwechsel war eingerichtet. Die Ausstattung war im Vergleich zur Formel 1 spartanisch. Die Reparatur eines Achsbruchs konnte trotzdem erfolgen. Zwei bis drei Stopps zum Tanken und bis zu drei weitere zum Fahrerwechsel brauchte jedes Team.

Die Strecke mit den vielen Kurven, Steigungen, matschigen Streckenabschnitten und Wasserlöchern war sehr anspruchsvoll. Die Zuschauer zollten den Fahrern viel Beifall. An Steigungen gab es Schiebehilfe, wenn der Motor versagte. Alle Teams haben bis zum Schluss durchgehalten und sich gegenseitig geholfen. Zwischen dem Siegerteam und dem letzten Platz lagen 101 Runden.

Um 19 Uhr rief Marco Lehner zur mit Spannung erwarteten Siegerehrung auf den Grillplatz. Lehner: „Das Siegerteam schaffte 120 Runden, es kommt aus Allersehl und heißt Speedy Gonzales. Nur drei Runden weniger hatte das Anger Reacing- Team aus Gifhorn auf Platz zwei. Es folgt das Team Flotte Pinsel Gehring aus Gifhorn mit 115 Runden“.

Zum Siegerteam gehören der 17-jährige Thorben Runnige, der 15-jährige Niklas Bock als Fahrer, sein Vater Holger als Mechaniker und Thore Borchers zur Unterstützung.

Den Trostpokal für die geschafften 19 Runden bekam das Team „Meine Kühe – Meine Züne“ aus Meine. Die Fahrer hatte große Probleme mit ihrem Eigenbau in den matschigen Steckenabschnitten: „Dabei sein ist alles“, lautete ihr Motto. Hübsche junge coole Damen in Kuhkostümen unterstützten ihr Team lautstark.

Lehner: „Im Vordergrund steht der Spaß für die ganze Familie.“ Am Ende des Rennens gab es für den Partner trotz totaler Verschmutzung ein Küsschen. „Meinen elfjährigen Sohn Paul vom Kiwi-Team würde ich am liebsten mit Rennanzug in die Waschmaschine stecken“, so die Mutter.

Zur Sicherheit waren die Feuerwehr Wesendorf mit einem Tanklöschfahrzeug und ein Rettungswagen des DRK am Ort. Glücklicher Weise wurde kein Einsatz erforderlich.

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