Kommune bekommt erneute Absage für gewünschte Dunkelampel

Schikanen für die Schulstraße in Groß Oesingen

Eine Dunkelampel soll es an der Schulstraße in Groß Oesingen definitiv nicht geben. Zur Entschleunigung des Verkehrs sind stattdessen Schikanen geplant.
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Eine Dunkelampel soll es an der Schulstraße in Groß Oesingen definitiv nicht geben. Zur Entschleunigung des Verkehrs sind stattdessen Schikanen geplant.

Groß Oesingen – Die Verkehrssituation an der Schulstraße ist der Gemeinde Groß Oesingen schon lange in Dorn im Auge. Mit einer Dunkelampel wollte sie Schülern, Kita-Kindern, Eltern, Kirchgängern und allen anderen Fußgängern eine sichere Überquerung der K 4 sichern.

Das Vorhaben wurde nach mehreren Versuchen nun endgültig vom Land abgelehnt, wie Bürgermeister Jürgen Schulze dem Gemeinderat am Montagabend berichtete.

„Wir haben alles versucht“, sagte Schulze resignierend. Nach einem Antrag beim Landkreis hatte es Rücksprachen gegeben, nach denen sich der Landkreis für eine Ausnahmeregelung ausgesprochen und den Fall ans Ministerium in Hannover weitergegeben hatte. Als von dort eine erneute Absage kam, hatte Schulze versucht, über den Landtagsabgeordneten Tobias Heilmann (SPD) aus Ummern noch Steine ins Rollen zu bringen. Vergeblich: „Es gibt keinen Ausnahmetatbestand für eine Schulwegsquerung“, bilanzierte Schulze. Im Ratsrund traf die Rückmeldung, dass die bestehende Tempo-30-Zone ein ausrechendes Mittel zur Sicherung des Verkehrs darstelle, auf Unverständnis: „Das müsste ja dann auch regelmäßig kontrolliert werden“, war der Tenor. „Dafür ist die Polizei zuständig“, unterbrach der Bürgermeister. „Und die haben auch nicht die Kapazitäten, um so oft zu kontrollieren, wie es eigentlich nötig wäre.“

Eine Maßnahme wurde allerdings in Aussicht gestellt: „Es ist möglich, dort Schikanen einzubauen“, erklärte Schulze. Diese Einbuchtungen in die Straße, die zuerst in Richtung Teichgut installiert werden sollen, sollen den Verkehr entschleunigen. „Querungshilfen sind nicht vorgesehen“, so der Bürgermeister.

Ernst-Adolf von der Ohe befand diese Lösung für „besser als nichts“. Marion Gertken äußerte ihre Sorge, dass es beim Einbau von Schikanen auf der anderen Seite der Schulstraße zu Rückstau auf der B 4 kommen könnte. Dieter Rieken würde eine solche Entwicklung sogar begrüßen: „Lass sie da ruhig mal bremsen.“ Schulze hingegen sah keine große Gefahr für Rückstau auf der Bundesstraße: „Das entzerrt sich dort ganz schnell jedes Mal, sobald die Busse da wegfahren.“

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