Geplantes Vorhaben stößt auf scharfe Kritik von Anwohnern / Derzeit läuft öffentliche Auslegung

Sandabbau am Mahrenholzer Friedhof?

Der Mahrenholzer Friedhof.
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Der Mahrenholzer Friedhof.

bo Mahrenholz. Pläne für Bodenabbau in Mahrenholz sorgen in dem kleinen Ort an der B 4 für Diskussionen. Der Grund: Der Abbau soll unmittelbar am Friedhof erfolgen.

Derzeit läuft seit Anfang Dezember das Beteiligungsverfahren. Bürger wie auch Träger öffentlicher Belange können ihre Bedenken und Einwendungen einreichen. Die Groß Oesinger Firma Rodewald plant mit einer Abbaufläche von 17,33 Hektar auf einer Abbaustätte von insgesamt 20,19 Hektar. Von 2013 bis 2032 sollen in bis zu 12 Metern Tiefe unter Geländeniveau knapp 1,7 Millionen Kubikmeter Sand gewonnen werden. Vorgesehen sind vier Abbau-Abschnitte von jeweils fünf Jahren, am Ende soll durch das Grundwasser ein See entstehen. Gerechnet wird mit 15 bis 25 Lkw-Fahrten pro Tag.

Herbe Kritik an dem Vorhaben äußert der Mahrenholzer Reinhard Claus: Die Sandgrube neben dem Friedhof sei „mehr als pietätlos“. Trauer, so glaubt er, werde dort während des 20-jährigen Abbau-Zeitraums „nicht mehr möglich sein“.

Allerdings hat Claus noch andere Interessen: Direkt gegenüber der vorgesehenen Fläche vermieten er und seine Frau ein Ferienhaus und eine Ferienwohnung – „unsere Existenzgrundlage“. Die sieht er angesichts des geplanten Bodenabbaus gefährdet – Claus fürchtet Belastungen durch Lärm und Staub.

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