Wer wird Bauherr?

Entscheidung erst 2020: Samtgemeinderat will Halle für Parsau – Details unklar

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Der Rat der Samtgemeinde Brome kam im festlich geschmückten Parsauer Bürgerzentrum zusammen.

Parsau – Die neue Turnhalle für Parsau kommt – aber wie und wann? Die eifrige Diskussion im Bromer Samtgemeinderat zeigte deutlich, dass noch vieles unklar ist. Eine endgültige Entscheidung wurde auf 2020 verschoben.

Entgegen des ursprünglichen Beschlussvorschlages, den Bau der Einfeldhalle (das IK berichtete mehrfach) weiter zu verschieben, wurde im Parsauer Bürgerzentrum Unter den Eichen über zwei Varianten diskutiert, die eine zeitnahe Umsetzung vorsehen. Dies wurde laut Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann vom Samtgemeindeausschuss empfohlen. Die Frage lautet im Kern, wer Bauherr und Kreditnehmer ist.

In der Variante A tritt die Samtgemeinde als solcher auf und ist verpflichtet, bis Ende 2021 mit dem Bau zu beginnen. Die Gemeinde Parsau würde sich mit 25 Prozent, aber maximal 500 000 Euro an den Baukosten beteiligen. In der Variante B ist die Gemeinde Parsau Bauherr, die Samtgemeinde würde eine jährliche Rate zahlen, sodass die Halle nach Ablauf des Kreditvertrages bezahlt und in ihrem Besitz ist.

Der Rat sprach sich klar für den Bau der Halle aus, doch die Unklarheiten standen dem gegenüber. So ist aktuell fraglich, ob die beschriebenen Varianten rechtens sind, eine entsprechende Anfrage an die Kommunalaufsicht erfolgte. Karl-Peter Ludwig (SPD) erklärte die Variante B mit Personalmangel im Bauamt. Dort solle aufgestockt werden, auch mit Blick auf die Zukunft, denn Variante A wäre nur zulasten anderer Projekte möglich. Trotz höherer Personalkosten spare man langfristig, wenn schnellere Umsetzungen möglich sind. Heino Meyer (CDU) unterstützte das, wie er es schon im Samtgemeindeausschuss getan habe. Er hielt die Halle für nötig, mahnte aber die angespannte Finanzlage an.

Die bewog auch Dirk Fricke (CDU) – „Die Samtgemeinde ist nicht handlungsfähig“ – und Jörg Böse (CDU) dazu, sich gegen das Projekt auszusprechen. „Wir haben die nötigen zwei Millionen Euro einfach nicht“, hielt Böse fest. Auf Fred Marhenkes (SPD) Antrag hin, eine Entscheidung bis zum 1. März 2020 zu fällen, schlug Gerhard Borchert (CDU), der den Vorsitz für diesen Tagesordnungspunkt von Kerstin Keil (CDU) übernommen hatte, vor, dies als „im ersten Sitzungslauf 2020“ zu formulieren. So wurde bei fünf Gegenstimmen der Beschluss gefasst, das Projekt weiterzuverfolgen und die Varianten detailliert zu prüfen, um im neuen Jahr eine Entscheidung zu fällen.

VON DENNIS TESCH

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