Der 100.000-Euro-Deal

Samtgemeinde Wesendorf will sich von Kostenverantwortung für Straßen freikaufen

+
Die Risse in der Apfelstraße (ehemals G 7) sind nur oberflächlich geflickt worden, wie der Bauausschuss der Samtgemeinde Wesendorf bei der Bereisung in Weißenberge feststellte.

Wesendorf/Weißenberge. „Das ist nur sehr oberflächlich geflickt worden“, kritisierte Samtgemeindebürgermeister René Weber, als der Bauausschuss der Samtgemeinde im Rahmen seiner jüngsten Sitzung die Apfelstraße und den Westerholzer Weg in Weißeberge in Augenschein nahm.

„Da ist man gar nicht richtig in die Risse hineingegangen, sondern hat die nur an der Fahrbahndecke geflickt.“

Diese Risse brechen durch die Belastung der Straße immer weiter auf. Auch die Bankette sind stellenweise beschädigt, da die Straße auch von schweren Landmaschinen frequentiert wird und auch diese bei Gegenverkehr über den Seitenraum ausweichen. Durch das Aufbringen einer dünnen Asphaltdecke könnten die Risse laut Weber nachhaltiger repariert werden. Diese würde direkt auf die bestehende Fahrbahndecke aufgetragen werden. „An den Untergrund hier wird niemals jemand herangehen wollen“, sagte Weber bei der Bereisung. „Da sind so viele Schadstoffe drin, das müsste alles direkt als Sondermüll entsorgt werden. Da könnte man vermutlich den kompletten Jahreshaushalt der Samtgemeinde für aufwenden. Daher bleibt das so hier liegen.“

Die Samtgemeinde, die sich nach den bisherigen Vereinbarungen noch bis 2030 zu 50 Prozent an den Instandhaltungskosten der ehemaligen Gemeindestraße beteiligen muss, bietet der Gemeinde Wahrenholz an, die Sanierung der beschädigten Straßen komplett zu übernehmen – für die G 7 auf gut 700 Metern und für die der G 8 auf gut 1000 Metern. Dafür will die Samtgemeinde aber vollständig aus der weiteren Kostenverantwortung entlassen werden. Das würde sich die Samtgemeinde in diesem Fall rund 100 000 Euro kosten lassen. Für das andere Stück der ehemaligen G 8 will die Samtgemeinde eine ähnliche Vereinbarung mit der Gemeinde Wesendorf schließen.

Der Bauausschuss empfahl die Vereinbarung einstimmig an den Samtgemeinderat.

Von Dennis Klüting

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare